Frohnlach/Großbardorf — Bei nun vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz (SpVgg Ansbach) und einem weniger ausgetragenen Spiel (am 13. Mai zu Hause gegen Spitzenreiter Viktoria Aschaffenburg) hat der VfL Frohnlach gute Karten, auch in der nächsten Saison wieder in der Bayernliga auf Torejagd gehen zu können. Nach dem verdienten 1:1 in Großbardorf ist der Klassenerhalt für die Mannschaft von Trainer Stefan Braungardt greifbar nahe.
Vier Punkte Vorsprung hat auch Spitzenreiter SV Viktoria Aschaffenburg und damit beste Aussichten auf den Titel in der Bayernliga Nord. Die Unterfranken hatten allerdings gegen den Aufsteiger SpVgg Ansbach Mühe, um nach einem 0:1-Rückstand noch mit 3:1 zu gewinnen.

Maloku geht - Brandt trifft

Nach der Nachricht, dass Trainer Faruk Maloku (früher SpVgg Etzenricht) am Saisonende bei der SpVgg Bayern Hof aufhört, holte die Mannschaft einen 3:2-Sieg gegen den SV Erlenbach. Dabei traf der Ex-Frohnlacher Christian Brandt, der auch in der nächsten Saison für Hof spielen wird, zum zwischenzeitlichen 3:1.
Einen enttäuschenden Auftritt zeigte der TSV Neudrossenfeld gegen den SV Alemannia Haibach und verlor am Ende mit 1:2. Ein enttäuschter Trainer Detlef Hugel meinte nach dem Spiel: "Mit so einer Leistung haben wir auch in der Relegation nichts zu suchen."
Den ersten Sieg des Jahres holte Schlusslicht SV Memmelsdorf mit 2:0 über den TSV Aubstadt. "Oldie" Rolf Lamprecht, einst für den VfB Coburg und für den VfL Frohnlach an der Außenlinie, sagte: "Wir werden uns bis zum letzten Spieltag anständig verkaufen und uns auch ordentlich aus der Liga verabschieden." Mit seinen Memmelsdorfern trifft er am letzten Spieltag auch noch auf die Frohn lacher.

TSV Großbardorf gegen
VfL Frohnlach 1:1 (0:0)

Die Grabfeld-Gallier haben das Siegen verlernt. Auch im sechsten Spiel in Folge haben es die Bardorfer nicht geschafft, einen Dreier einzufahren. Der VfL Frohnlach kann hingegen einen wichtigen Auswärtszähler verbuchen und hat nächsten Samstag im Heimspiel gegen die SpVgg Bayern Hof die große Gelegenheit, dem Klassenerhalt einen entscheidenden Schritt näher zu kommen.
In der Bioenergie-Arena begannen die Hausherren sehr engagiert. In der 4. Minute musste VfL-Keeper Jonas Hempfling zum ersten Mal sein Können unter Beweis stellen, als er einen Schuss von Manuel Leicht per Fußabwehr klärte (4.). Keine zwei Minuten später hatte die Braungardt-Elf eine personelle Hiobsbotschaft zu verkraften: Abwehrmann Alexander Eckert hatte sich nach wenigen Zeiger-umdrehungen eine Zerrung zugezogen und musste raus. Für ihn kam Christopher Autsch in die Partie (6.).
Im Anschluss an die turbulente Anfangsphase tat sich dann allerdings herzlich wenig. Die Gallier dominierten zwar die Partie, zwingend vor die Kiste kam die Schönhöfer-Elf allerdings nicht. Erst in der 39. Minute konnten sich die Hausherren wieder gefährlich in Szene setzen. Maximilian Zang flankte auf Simon Snaschel, der das Spielgerät per Kopf knapp über die Latte setzte.

Hempfling reagierte klasse

Nach dem Seitenwechsel drückten die Gastgeber aufs Gaspedal. Zunächst scheiterte Manuel Leicht mit einer klasse Volleyabnahme an VfL-Keeper Hempfling. Nach einer Stunde klingelte es dann aber im Kasten der Gäste. Dominik Zehe brachte einen Freistoß in den Strafraum, Markus Kirchner startete im richtigen Moment und versenkte das Spielgerät mit dem Knie zum 1:0 (61.). Allzu lange konnten sich die Gallier aber nicht über die Führung freuen.

Gehen Özdemir und Güngör?

In der 68. Minute nutzte Tayfun Özdemir, dem ebenso wie seinem Landsmann Fiut Güngör Wechselabsichten zum Ligakonkurrenten Jahn Forchheim nachgesagt werden, einen Abpraller und schlenzte die Kugel aus 16 Metern ins lange Eck. Der TSV antwortete wütend. Direkt im Gegenzug parierte Torhüter Hempfling erneut stark gegen Dominik Zehe (69.). In der 72. Minute hatte Pascal Stahl den Siegtreffer für Bardorf auf dem Schlappen, bugsierte den Ball aber völlig frei stehend aus acht Metern am Kasten vorbei. In der Schlussphase verflachte das Spiel zusehends. Beide Teams gaben sich mit dem 1:1 zufrieden. Bei den Grabfeld-Galliern ist die Luft einfach raus, und Frohnlach feierte den Punkt wie einen Sieg. ct/dme