"Möge die Stadt weiterhin wachsen und gedeihen." Mit diesem Wunsch übergab Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz den Förderbescheid zum Ausbau der Nordtangente über 1,27 Millionen Euro an Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD). Das Geld dient der Neukonzeption der bestehenden Verkehrsanlagen im Verlauf Regensburger Ring, Magazinstraße und Memmelsdorfer Straße. In fünf Bauabschnitten werden zwischen 2016 und voraussichtlich 2020 umfassende Baumaßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse ausgeführt und die Verkehrsräume neu gegliedert. Dabei werde der Barrierefreiheit besonderes Augenmerk geschenkt, heißt es aus dem Rathsus.
Der aktuelle Fördervorgang bezieht sich auf die Bauabschnitte 1 bis 3. Die hierzu veranschlagten Kosten betragen rund 2 250 000 Euro, davon sind rund 1 815 000 Euro zuwendungsfähig. Der bewilligte Zuwendungsbetrag in Höhe von 1 270 000 Euro entspricht einem Fördersatz von 70 Prozent.
Oberbürgermeister Andreas Starke bedankte sich für die finanzielle Unterstützung und übergab seinerseits ein druckfrisches Exemplar des neuen "Bamberg-Kalender 2017". Das Stadtarchiv stellt dabei die Zeit der 50er Jahre in Fotografien vor. Darunter eine Aufnahme mit Blick über das ehemalige Schaeffler-Areal in Richtung Bergstadt. Das Inselgebiet selbst ist im heutigen Verlauf der Nordtangente bestimmt von den Anbauflächen der "Mayerschen Gärtnerei".


Rasante Entwicklung

Wie Baureferat Thomas Beese dazu ausführte, hat sich die städtebauliche Entwicklung in diesem Bereich anders als vor der deutschen Wiedervereinigung gedacht vollzogen. Beim Bau der Nordtangente Mitte der 1980er Jahre war eine Stadtausdehnung in das nördlich angrenzende Gebiet nicht vorgesehen. Mittlerweile seien mit der Mayerschen Gärtnerei, der Erba, dem Erbapark und dem Wohngebiet Schaeffler neue attraktive Stadtteile entstanden. Die damit verbundenen Verkehrsströme seien ein wesentlicher Grund dafür, die Straßeninfrastruktur zu erneuern. red