W asser predigen und Wein saufen, das ist eine probate Strategie von Menschen, die in der Verantwortung stehen, sie aber nicht wirklich ernst nehmen. Erfreulicherweise gibt es auch hier Ausnahmen wie die Ebermannstadter Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE). Sie war bei der Kommunalwahl angetreten, mit dem Versprechen, mehr Transparenz in die Kommunalpolitik zu bringen. Diesen Worten ließ sie in der jüngsten Sitzung des Finanz-, Kultur- und Sozialausschusses Taten folgen. Sie verwies fünf Tagesordnungspunkte, die hinter verschlossenen Türen verhandelt werden sollten, in die öffentliche Sitzung.
Mehr noch: Christiane Meyer informierte die Zuhörer über die Tagesordnungspunkte, über die unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden sollte, und begründete dies. Vorbildlich! Nur so hat der Bürger eine Chance, sich über einen Sachverhalt zu informieren, sobald der Grund für die Geheimhaltung entfällt. Wer Bürgerinformation ernst nimmt, sollte diesem Beispiel folgen.