von unserem Mitarbeiter Dieter Britz

Maßbach — Hauptzweck der Förderung ist es, neuen Wohnraum zu schaffen oder vorhandenen zu verbessern und das Ortsbild ansehnlicher zu machen. Wer aus den Töpfen Geld bekommt, muss im Einzelfall der Gemeinderat entscheiden.
Seit 1. Januar 2014 können Bauherren aus dem "Förderprogramm der interkommunalen Allianz Schweinfurter Oberland zur Innenentwicklung" Zuschüsse bekommen. Ziel ist es, einer Abwanderung in die Siedlungsgebiete und einer Verödung der Ortskerne entgegenzuwirken. Eine Förderung erhalten Bauwillige, wenn erhaltenswerte leerstehende Gebäude in der Region revitalisiert oder vorhandene Baulücken geschlossen werden.
Die Bedingungen sind in den einzelnen Mitgliedsgemeinden (Maßbach, Schonungen, Stadtlauringen, Thundorf und Üchtelhausen) unterschiedlich. In Maßbach muss das leerstehende Gebäude zum Beispiel im so genannten Fördergebiet liegen. Wenn der Antrag genehmigt wird, bekommt der Bauherr zehn Prozent der Investitionssumme, maximal jedoch 10 000 Euro je Anwesen.
Beim ehemaligen Gasthof "Stern" in der Maßbacher Ortsmitte sind die Fördervoraussetzungen erfüllt. Er steht seit zwei Jahren leer und soll saniert werden. Das Gebäude soll für Wohn- und Gewerbezwecke dienen. Der Bauherr erhält die maximal mögliche Förderung in Höhe von 10 000 Euro.
In der Sailergasse in Maßbach soll ein seit drei Jahren leer stehendes Wohnhaus saniert werden. Der Bauherr bekam deshalb die vorläufige Baufreigabe. Ihm wird eine Förderung in Höhe von 2200 Euro in Aussicht gestellt. Keine Fördermittel gibt es für ein Bauvorhaben aus dem Förderprogramm der Interkommunalen Allianz, da das Gebäude außerhalb des festgelegten Fördergebietes liegt. Die Bauherren hatten beantragt, die Grenzen des Fördergebietes zu erweitern. Auf Vorschlag der Verwaltung lehnte der Rat dies aber "aus Gleichbehandlungsgründen und zur Vermeidung eines Präzedenzfalles" ab.