Ehrenamtlich viel für Menschen tun und am Ende zufrieden mit der Leistung zu sein, die nicht unbedingt von allen Bevölkerungsschichten honoriert wird, das ist die Arbeiterwohlfahrt (Awo). Bei der Hauptversammlung des Kreisverbandes Neustadt wurde wieder einmal deutlich, welchen hohen sozialen Stellenwert der Verband im gesellschaftlichen Leben der Puppenstadt einnimmt.
Vorsitzender Bernd Gärtner hob das soziale Engagement der Mitglieder hervor. Groß war der Bogen, den Bernd Gärtner spannte, als er über die Aktivitäten der Awo berichtete. Ganz "nebenbei" hätten einige Mitglieder das Seniorencafé nebst Toilettenanlage generalsaniert. Auch wurde die Kleiderkammer modernisiert und in neue, bedarfsgerechte Räume verlagert. Heftig in Anspruch nahm die Situation um die Flüchtlinge die Helfer der Awo im vergangenen Jahr. "Wir standen hier vor erheblichen logistischen Herausforderungen", resümierte Bernd Gärtner. Auch diese Aufgaben seien gemeistert worden, stellte der Vorsitzende zufrieden fest und sagte weiter: "Die Awo Neustadt war erster Ansprechpartner bei der Versorgung der Menschen, die Kleidung benötigten."
Den anwesenden Mitgliedern - von 240 - rief er Mut für die Zukunft und für neue Aufgaben zu. Eine dieser Aufgaben werde es sein, den Treffpunkt Teddybär behindertengerechter zu gestalten. Sehr gut sei gewesen, dass das Seniorencafé am Heiligen Abend von 16 bis 22 Uhr geöffnet war und somit Menschen, die das nicht wollten, den besonderen Tag nicht alleine verbringen mussten. Eine Herkulesaufgabe sei es für den Neustadter Kreisverband gewesen, beim Nikolausmarkt die Gäste mit Bratwürsten, "Dätsch" und Glühwein zu versorgen. Insgesamt 420 Stunden ehrenamtlicher Arbeit seien hierbei geleistet worden.
Über die Einnahmen und Ausgaben informierte Georg Hofmann. Nach einem baulich bedingten "Durchhänger" vor zwei Jahren konnte er auf ein positives Ergebnis im vergangen Jahr verweisen.
Neben der Ehrung von langjährigen Mitgliedern stand die Wahl des Vorstandes an. Zu einer Überraschung führte die Neuwahl nicht, sie zeigte vielmehr auf, dass die Mitglieder mit der Arbeit ihres Vorstandes mehr als zufrieden sind. Die wertvolle Arbeit der Awo Neustadt stellten der Bezirksvorsitzende der Awo Ober- und Mittelfranken, Randolf Spang, sowie der CSU-Landtagsabgeordnete Jürgen W. Heike in den Mittelpunkt ihrer Grußworte. mr