Neunkirchen am Brand — Knapp 80 Personen haben sich jetzt im evangelischen Gemeindehaus in Neunkirchen eingefunden, um in einem ersten Treffen einen "Offenen Helferkreis" für jene Flüchtlinge zu starten, die Zuflucht vor Not, Krieg und Vertreibung gefunden haben.
Als Gastgeber und Mitglied der Lenkungsgruppe, die sich aus Kirchen, Schulen und Verwaltung zusammensetzt, wurde der Abend laut einer Pressemitteilung von Pfarrer Axel Bertholdt moderiert.
Zunächst stellte der als Koordinator für die Flüchtlingshilfe benannte Jugendpfleger Michael Mosch den Rahmen für das bürgerschaftliche Engagement und für das Zusammenspiel zwischen institutioneller Ebene und ehrenamtlichem Engagement dar. Anschließend berichtete der Vermieter über den aktuellen Stand in der Gemeinschaftsunterkunft; er wurde dabei begleitet von zwei Bewohnern.
Benannt wurden an dem Abend folgende mögliche Handlungsfelder für die ehrenamtliche Hilfe: Alltagshilfen (Patenschaften), Wohnumfeld, Schulen und Kindergärten, Freizeitgestaltung (Sport, Musik, etc.), Begegnungscafé, Begleitung bei Behördengängen, Sprachförderung und Dolmetschen, Mobilität und der Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Zu jedem einzelnen dieser Themenbereiche wurden Verantwortliche benannt, die sich zunächst am 11. Juni zu einem Koordinierungstreffen verabredet haben.

100 Freiwillige

Anschließend werden sich dann alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in Arbeitsgruppen zusammenfinden und weitestgehend selbstständig organisieren.
Bisher haben sich in einer bewundernswerten Anteilnahme am Schicksal der Flüchtlinge über 100 Personen zur Mithilfe bereit erklärt. Zukünftig werden alle registrierten Personen mit einem Newsletter über aktuelle Themen informiert werden.
Während die Hilfe allerdings erst anläuft und nur langsam beginnt, ist die Unterkunft mit 28 Menschen aus verschiedensten Kulturkreisen und mit unterschiedlichen Schicksalen bereits voll belegt.
Erste Bemühungen sind aber bereits im Gange: So wird unter Federführung der Freien Christengemeinde Lebenshaus ein Begegnungscafé vorbereitet, in dem ein Kennenlernen und ein Austausch möglich sein wird.

Fahrt nach Forchheim

Ab der kommenden Woche wird durch den Verein Miteinander-Füreinander ferner eine Fahrt zu den Sozialläden nach Forchheim organisiert.
Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass in Neunkirchen für Sachspenden keine Parallelstrukturen zu den etablierten Einrichtungen aufgebaut werden sollen. red