von unserem Mitarbeiter Alfred Thieret

Lichtenfels — Neben vielen Familienangehörigen, darunter alleine neun Enkel und vier Urenkel, wollten noch viele Verwandte, Bekannte und Nachbarn Luise Oppel am 1. Mai zu ihrem 90. Geburtstag gratulieren, was für ihre große Beliebtheit spricht.
Die Krassacherin kannte ihren aus dem Nachbarort Niesten stammenden späteren Mann schon von Jugend an, schließlich ging man zusammen zur Schule. Aber erst als Andreas Oppel aus dem Krieg zurückkehrte, wo er unter anderem auch in Stalingrad zum Einsatz kam, lernte man sich bei Tanzveranstaltungen in einer Gastwirtschaft in Niesten näher kennen und lieben.
Da der Mann beim Finanzamt arbeitete, ließ man sich 1952 in Lichtenfels nieder und zog dann in den 1960er-Jahren in das eigene Haus. Aus der 1949 geschlossenen Ehe gingen vier Kinder hervor. Tochter Claudia Sünkel wohnt mit im Haus und steht ihrer Mutter zur Seite, wo immer es nötig ist, auch wenn diese sich noch weitgehend selbst versorgen kann. Sohn Peter wohnt in unmittelbarer Nachbarschaft und auch Tochter Christa Drenkard lebt mit ihrer Familie in Lichtenfels. Sohn Josef ist bereits vor vier Jahren verstorben, während Andreas Oppel auch nur ein relativ kurzes Leben vergönnt war. Er verstarb schon 1983.
Luise Oppel ist noch regelmäßig bei den Veranstaltungen des katholischen Frauenbundes vertreten und Mitglied bei den beiden Wallenstadter Kapellenerhaltungsvereinen. Die Jubilarin war immer sehr reisefreudig und machte schon weite Reisen, unter anderem nach Polen, Ungarn, aber auch zu den Wallfahrtsorten Santiago de Compostela in Spanien und Fatima in Portugal.
Deshalb hat sich die Familie ein schönes Geburtstagsgeschenk ausgedacht. Gemeinsam fahren ihre Kinder mit ihren Familien und dem Geburtstagskind mit einem Bus für einige Tage in den Spreewald.
Luise Oppel hat durchaus einen ausgefüllten Tagesablauf. Neben der üblichen Hausarbeit verbringt sie die Zeit mit Stricken, Spazierengehen und Fernsehen, wobei sie Bergfilme und Kochsendungen bevorzugt. Unter den zahlreichen Gratulanten befand sich auch die Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner (CSU), die die Glückwünsche der Stadt übermittelte, während Pfarrer Roland Neher die Segenswünsche der katholischen Kirchengemeinde überbrachte.