Wie so viele ihrer Leidensgenossen kam Ipsi, eine weibliche, kastrierte Hauskatze, im Herbst 2015 mehr oder weniger frei lebend auf die Welt. Niemand kümmerte sich um sie und so musste sie sich selbst mehr schlecht als recht durchs Leben schlagen. Von einem Anwohner bekam sie ab und zu etwas Futter. Als er es eines Tages schaffte, die scheue Katze einzufangen, brachte er Ipsi ins Tierheim Kronach. Dieses will ihr nun zu einem ersten eigenen und geborgenen Zuhause verhelfen.
Die ersten Wochen im Tierheim benahm sich Ipsi sehr scheu und kratzbürstig. Sie ließ sich nicht anfassen und fauchte sofort, wenn man nur in ihre Nähe ging. Da sie nicht in einem Menschenhaushalt, sondern in freier Wildbahn aufgewachsen war, war sie den Kontakt mit Menschen nicht gewöhnt.
Doch die Geduld der Mitarbeiter im Tierheim wurde belohnt. Ipsi wurde immer neugieriger und ging immer mehr aus sich heraus. Inzwischen hat sie auch noch entdeckt, wie angenehm es sein kann, gestreichelt und zärtlich gekrault zu werden.
Bei fremden Menschen ist sie allerdings noch etwas zurückhaltender. Doch auch hier dauert es nicht lange, bis die Neugier überwiegt. Ist es einmal soweit, hat man in ihr eine anhängliche Familienkatze gefunden. Lediglich für kleine Kinder scheint sie nicht so gut geeignet zu sein. Ipsi ist ruhig und brav, sie ist sauber, macht nichts kaputt und ist kein wilder Feger.
Da sie in Freiheit aufgewachsen ist, möchte das Tierheim sie nicht als reine Wohnungskatze vermitteln. Nach einer angemessen langen Eingewöhnungszeit sollte sie die Möglichkeit haben, ab und zu Runden durch ihr Revier zu drehen. red