Energie sparen ist einfach, schont den Geldbeutel und die Umwelt. Aber man muss wissen, wie es geht. Aufklärung tut also not. Deswegen hat das Umweltbildungszentrum (Ubiz) in Oberschleichach in Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales und Senioren am Landratsamt ein Plakat und Faltblatt mit den wichtigsten Tipps zum sparsamen Umgang mit Wärme, Wasser und Strom erstellt, die zur Umweltbildung auch in Kindergärten, Schulen und der Flüchtlingsarbeit eingesetzt werden können.
"Es gibt zwar schon viele Energiespar-Ratgeber, aber diese sind alle meist sehr textlastig und schwer verständlich", weiß Ubiz-Leiterin Bettina Stroh. "Dies wollten wir ändern und haben versucht, komplexe Sachverhalte einfach zu vermitteln."
Ziel der Aktion ist es, wie das Landratsamt mitteilte, bei den Verbrauchern ein energiebewusstes und damit energiesparendes Verhalten zu fördern und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. "Ein sparsamer Umgang mit Energie und Wasser bewahrt kostbare Vorräte auch für zukünftige Generationen", sagt Stroh.
Gemeinsam mit der Alltagsbetreuerin Siza Zaby vom Amt für Soziales und Senioren haben die beiden Mitarbeiterinnen des Umweltbildungszentrums, Bettina Stroh und Brenda Pfennig, sowie Energieberater Günter Lieberth Ideen gesammelt und die wesentlichen Inhalte bestimmt. Entstanden ist ein buntes Plakat mit vielen Bildern, das in drei Sprachen (englisch, deutsch und arabisch) kinderleicht erklärt, wie man durch einfache Maßnahmen Energie sparen und dadurch die Ausgaben senken kann. Die witzigen Comics stammen aus der Feder von Günter Mayer aus Bamberg.
Die hilfreichen Energiespartipps sind für alle Bürger gedacht - für Erwachsene, Senioren, Kinder und Asylbewerber gleichermaßen. Die Plakate werden zum Beispiel im Landkreis Haßberge in den Notunterkünften für Flüchtlinge und in den angemieteten Wohnungen aufgehängt. "Dies erleichtert uns die Kommunikation sehr", ist sich Dieter Sauer, Leiter des Amtes für Soziales und Senioren, sicher. Parallel dazu hat Günter Lieberth von der Energieberatung begonnen, die Alltagsbetreuerin Siza Zaby bei ihren Fahrten in die Asylbewerberunterkünfte zu begleiten, und gibt vor Ort Tipps zum energiesparenden Verhalten im Haushalt. In der Folge sollen nun auch in den Integrationsklassen der Berufsschule sowie in den sonstigen Berufsschulklassen das Thema "Energiesparen" und ressourcenschonendes Leben behandelt werden. Dieses Angebot soll dann auch allen weiteren Schulen sowie Vereinen gemacht werden (bei Interesse: Telefon 09529/922210). red