Zum Neubau des Bauhofgebäudes gab Bürgermeister Thomas Kneipp in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats einen Sachstandsbericht ab. Die ausführende Baufirma habe die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen. In dieser Woche werde mit dem Aufstellen der sogenannten Kalthalle begonnen.
Dieses Gewerk werde etwa drei Wochen in Anspruch nehmen. Im Anschluss werde der Sanitärbereich eingebaut. Es folgten Ausschreibungen für Fenster, Türen und Heizung. Finanziell liege die Maßnahme laut Kneipp innerhalb der Kostenschätzung.


(Ab-)Wasser wird teurer

Zum 1. Januar wird die Gemeinde die Gebühren für Wasser und Abwasser erhöhen. Dies beschlossen die Gemeinderäte einstimmig. Kämmerer Tobias Grünbeck und Bürgermeister Thomas Kneipp erläuterten die Notwendigkeit dieser Maßnahme. Um kostendeckend wirtschaften zu können, sei aufgrund größerer Instandhaltungsmaßnahmen am Wasserleitungsnetz und der Errichtung des Regenüberlaufbeckens an der Kläranlage eine Anhebung der Gebühren unumgänglich. Laut Grünbeck habe sich die Verwaltung dazu entschlossen, die Kostendeckung nicht wie bisher jährlich, sondern für die kommenden drei Jahre zu kalkulieren. Dies habe zum Vorteil, dass der Preis über einen längeren Zeitraum konstant bleibe. Im Jahr 2020 werde dann erneut kalkuliert und eine mögliche Über- beziehungsweise Unterdeckung für die nächste Kalkulation mit herangezogen.
Aktuell beträgt die Grundgebühr für die Wasserversorgung 60 Euro jährlich für "kleine" und 120 Euro jährlich für "große" Zähler. Ab 2017 wird diese Gebühr auf 84 beziehungsweise 168 Euro jährlich angehoben. Bei der Grundgebühr für Abwasser wurden die Kosten analog derer für Wasserversorgung festgelegt. Der Wasserpreis selbst wird von bisher 1,10 Euro pro Kubikmeter auf 1,33 Euro angehoben und der Abwasserpreis von bisher 1,95 Euro auf 2,56 Euro. Auf einen drei bis vier Personen Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 140 Kubikmetern kommen also künftig rein rechnerisch Mehrkosten in Höhe von rund 165 Euro jährlich zu.


Im Vergleich relativ günstig

"Im landkreisweiten Vergleich ist unsere Wasserver- und -entsorgung aber immer noch relativ günstig", so Kneipp.
"Das Landratsamt hat festgestellt, dass wir im Bereich der Grüngutentsorgung einen sehr hohen Wert erreichen", sagte das Gemeindeoberhaupt. Im Jahr 2015 seien in der Annahmestelle in Burgstall 755 Tonnen Grüngut entsorgt worden. Als möglicher Grund für diesen sehr hohen Wert wurde die Nichteinhaltung der festgesetzten Öffnungszeiten beziehungsweise die nicht überwachte Anlieferung genannt. Laut Anwohnern sei es so auch vielen Anlieferern aus anderen Landkreisen zu allen Tag- und Nachzeiten, ja sogar an Feiertagen möglich, ihr Grüngut abzuladen.
Die Räte diskutierten lange über eine kostengünstige Lösung des Problems und einigten sich schließlich darauf, an den beiden Zufahrten Sperrketten anbringen zu lassen. Diese Ketten werden dann von Mitarbeitern des Bauhofs nur noch zu den neu beschlossenen Öffnungszeiten entfernt. Die Grüngutannahmestelle hat künftig Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr und samstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.


Schließtage der Kita

Auf Vorschlag des Elternbeirats und des Personals der Kindertagesstätte beschlossen die Räte auch die Schließtage der Kita für das Kalenderjahr 2017. Diese sind: 2. bis 5. Januar, 27. Februar bis 1. März, 12. bis 16. Juni, 7. bis 25. August, 30. Oktober und 27. bis 29. Dezember.
Federführend haben auch heuer wieder die Gemeinderäte Udo Stöcker und Armin Hauber (beide Freie Wähler) das Kinder-Ferienprogramm organisiert. Stöcker freute sich über den Erfolg des Programms, bei dem an zehn verschiedenen Angeboten insgesamt 92 Kinder teilnahmen.
Am Sonntag, 16. Oktober, findet der Bürgerentscheid zur Klage gegen die Südvariante B 173 statt. Nach der Auszählung der Stimmen - dies wird laut Kneipp so gegen 16.15 Uhr sein - wird das Ergebnis auf der Internetseite der Gemeinde (www.hochstadt-main.de) bekanntgegeben.