von unserem Mitarbeiter  Horst lange

Baunach — Zwar noch nicht vom Schwerlastverkehr befreit sind die Anlieger der Ortsdurchfahrt B 279 in Baunach. Linderung versprach jedoch Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) in der Sitzung des Stadtrates in seinem Kurzbericht. Denn nach den Ergebnissen der Verkehrskonferenz in Lichtenfels erhält die B 279 in der Ortsdurchfahrt Baunach noch in diesem Herbst einen Flüsterasphalt.
Um fünf Jahre verlängert wurde auch die Waschanlagenverordnung, nach der der Betrieb von Autowaschanlagen an Sonn- und Feiertagen in der Stadt Baunach auch in Zukunft möglich ist.

Zuschlag sorgt für Unmut

Ein Kulturgut ist in Baunach auch seit vielen Jahren das Altstadtfest, das in früheren Jahren vom Ortskulturring, in 2012 von der Stadt Baunach und im letzten Jahr von Andrea Weigler, die neuerdings dem Stadtrat als CSU-Mitglied angehört und auch bei der Bürgermeisterwahl kandidierte, in privater Regie ausgerichtet wurde.
Diesmal erhielt für die Ausrichtung jedoch die Adam-Riese-Veranstaltungsagentur von Norbert Schmittbüttner, der gleichzeitig die Eisdiele im neuen Bürgerhaus Lechnerbräu betreibt, den Zuschlag. Dies rief bei der letztjährigen Veranstalterin Andrea Weigler, die dieses Ereignis ehrenamtlich und ohne Gewinnstreben ausrichtete, Unverständnis hervor. Wie sie deutlich machte, hätte sie erwartet, dass sich die Stadtverwaltung mit ihr ins Benehmen setzt. So war aber am 16. April, als ein entsprechender Antrag von Andrea Weigler bei der Stadtverwaltung einging, schon die Entscheidung für die Veranstaltungsagentur Schmittbüttner gefallen, so dass die Ausrichterin des letzten Jahres nach eigenen Aussagen drei bereits engagierte Musikkapellen und den Toilettenwagen wieder abbestellen musste.

Alle Vereine sind aufgerufen

Der Bürgermeister betonte jedoch, dass nach Aussage von rt Schmittbüttner alle Vereine Baunachs aufgerufen seien, sich am Altstadtfest zu beteiligen. Jörg Mausolf (CSU) bedauerte die fehlende vorzeitige Einbindung von anderen Interessenten und Vereinen. Letztlich beschloss der Stadtrat gegen die Stimmen der CSU-Fraktion, den Sicherheitsdienst für das Altstadtfest mit 50 Prozent, aber höchstens 1000 Euro zu bezuschussen. Die Bühne wird unentgeltlich vom Bauhof aufgebaut, hier stimmten 13 Ratsmitglieder dafür.
Einmütig war hingegen die Entscheidung für einen Antrag der DJK Priegendorf auf Bezuschussung für ein Vordach auf der Terrasse des Sportheims. Dieses soll 5924 Euro kosten, die Stadt wird hier nach entsprechender Rechnungslegung einen Zuschuss von 880 Euro leisten.
Nach dem Bürgerhaus steht der Stadt Baunach vermutlich ein weiteres Großprojekt ins Haus, denn, so der Bürgermeister, für den Vereinssport und die Schule sei eine moderne Mehrzweckhalle erforderlich.
Dies veranlasste den Sportkegelklub Baunach, einen Antrag zu stellen, ob in dieser zu planenden Mehrzweckhalle in Baunach nicht auch noch eine Vier-Bahnen-Kegelanlage mit unterbracht werden könne. Jörg Mausolf hob hervor, dass die derzeit vorhandene Zwei-Bahnen-Anlage nicht mehr zeitgemäß sei, der Rat schloss sich dieser Meinung einstimmig an und beschloss, bei einem entsprechenden Mehrzweckhallen-Neubau, der in 2016 verwirklicht werden soll, den Wunsch des Kegelclubs in der Planung zu berücksichtigen.