Schweinfurt — Die Stadtratsfraktion der Linken kündigt in einem offenen Brief an OB Sebastian Remelé und CSU-Fraktionsführer Stefan Funk einen neuen Antrag für die Übernahme der Tafel-Müllgebühren an. Diesen Antrag werde er bei der Stadtratssitzung am 25. November stellen, teilt Frank Firsching in dem Brief mit.
Er ist in einem sehr versöhnlichen Ton gehalten. Der Linken-Fraktionschef bezeichnet darin die Idee, der Tafel statt eines Zuschusses zum Mülltransport ein Fahrzeug und weitere Entsorgungshilfen zur Verfügung zu stellen, als einen "gut gemeinten Vorschlag der Verwaltung". Dass die Tafel das aber abgelehnt habe, dafür gebe es "gute Gründe, die von den Verantwortlichen der Tafel auch nachvollziehbar vorgetragen worden sind".
Er halte es deshalb nicht für zielführend, sich in den Schmollwinkel zurückzuziehen und dem Verein andere Möglichkeiten der Unterstützung zu verweigern. Die ehrenamtlich geleistete Arbeit der Schweinfurter Tafel sei im Stadtrat "ebenso anerkannt wie die Notwendigkeit dieser Arbeit", so Firsching. Man solle "gemeinsam ein Zeichen setzen" und allen Ehrenamtlichen der Tafel mit der Übernahme der Müllentsorgungskosten durch die Stadt "Anerkennung zusprechen". Remelé und Funk fordert er auf, "sich einen Ruck zu geben" und ihre Haltung in dieser Frage zu überdenken. Ein Ja zum Antrag wäre "eine große Geste, keinesfalls eine Schwäche". hh