von unserem Mitarbeiter Stefan Lutter

Weismain — Sobald die laufenden Markierungsarbeiten an den Wanderwegen im Stadtgebiet beendet sind, will der Heimat- und Tourismusverein eine neue Wanderkarte drucken lassen. Dies ergab die Hauptversammlung des Vereins im Hotel "Zur Krone", in der mit Stefan Barthel einer der ehrenamtlichen Wanderweg-Markierer von seiner Tätigkeit berichtete.
Wie Barthel den Mitgliedern mitteilte, werden für die landkreisweite Markierung der Wegenetze, die im großen Weismainer Gebiet besonders aufwändig ist, Aufkleber anstelle von Blech- oder Kunststoffschildchen verwendet. Ergänzt werden die Markierungen durch Wegweisertafeln, auf denen Hinweise über Entfernungen, Sehenswürdigkeiten, den Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr und Bahn sowie Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten zu finden sind.
Während sich Vorsitzender Volker Knott im Namen des Vereins bei dem ehrenamtlichen Helfer bedankte, regte Stefan Barthel an, an manchen Wanderwegen Getränkeautomaten aufzustellen, gerade wenn Gastwirtschaften in dem Bereich nicht regelmäßig geöffnet sind.
Den Kern der Versammlung bildete die Bilanz von Geschäftsführerin Andrea Göldner, die in Sachen Übernachtungszahlen verhalten ausfiel, denn 2013 war ein erheblicher Rückgang zu verzeichnen. Dieser betrifft sowohl die Gästeankünfte, die von 8819 im Vorjahr auf 7766 sanken, als auch die Gesamtzahl der Übernachtungen, die sich von 20 187 auf 17 089 reduzierten. Geringfügig gestiegen sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer, die 2,3 Tage betragen habe (2012: 2,2).
Anders sieht es dagegen bei den Stadtführungen aus, deren Zahl im abgelaufenen Jahr ungewöhnlich hoch war. Allein während der Aktion "Weismain leuchtet" wurden von Dagmar Dietz und Andrea Göldner elf Führungen angeboten. Bis Jahresende kamen noch weitere 20 hinzu.
Darüber hinaus erinnerte Göldner an zwei Vorstandssitzungen, bei denen es unter anderem um die Anschaffung von Sitzbänken und die bessere Beschilderung der Tourist Information im Kastenhof ging. Weitere Maßnahmen im vergangenen Jahr waren die Vorstellung des Mietangebots für E-Bikes, Urlauberehrungen und die Versorgung der Urlaubsgäste mit Informationsmaterial. Die Mitgliederzahl des Heimat- und Tourismusvereins sei mit 56 Personen konstant geblieben, schloss sie ihre Ausführungen.
Weitere Themen waren der neue Zimmernachweis, der im handlichen Din-A5-Format mehr Platz für Bilder und Texte über die Beherbergungsbetriebe bieten soll, die Verlosung von Kurzurlauben und die Städtepartnerschaft mit Bremen-Borgfeld.
Michael Dreiseitel plädierte dafür, diese zu nutzen, um im Norden Werbung für die Jurastadt zu machen, und schlug die Ausrichtung eines "Fränkischen Abends" in der Partnerstadt vor. Von dieser Idee sei der dortige Ortsamtsleiter Jürgen Linke sehr angetan. Zudem würde sich ein Ausflug auch für die neuen Stadtratsmitglieder eignen, um Borgfeld kennenzulernen, so Dreiseitel.
Abschließend ging Vorsitzender Knott auf die von ihm ausgewerteten "Feedback-Bögen" von Urlaubsgästen ein. Die jüngsten Rückmeldungen seien sehr individuell gewesen und ließen sich nur schwer verallgemeinern ("Manchem Gast sind die Fassaden zu bunt, anderen sind sie zu trist"). Dennoch seien die Bögen generell ein hilfreiches Mittel, um Anregungen von Besuchern aufzunehmen, weshalb er an die Vermieter appellierte, die Vordrucke in den Zimmern auszulegen.