Oberleinleiter hat ein Problem mit dem Abwasser, deshalb beschlossen die Marktgemeinderäte, dass die Verrohrung für Abwasser, Schmutzwasser und Regenwasser erneuert werden muss. Das vorhandene Netz war überprüft worden, ob es auch größere Mengen Regenwasser ableiten könnte. Dabei wurden Schäden an den Rohren entdeckt. Vor der Sitzung konnten sich die Räte vom Zustand der Rohre bei einer Ortsbegehung ein Bild verschaffen.
Diskutiert wurde eine Lösung, die auch vom Wasserwirtschaftsamt favorisiert wird: neben einer neuen Verrohrung parallel zum Schmutzwasserkanal soll es eine neue Trassenführung mit einem am Ende offenen Graben und einer weiter flussabwärts gelegenen Einleitung in die Leinleiter geben. Bereits 2014 hatten die Räte entschieden, dass hier etwas getan werden muss. Doch koste die neue Variante, die mehr Sicherheit bedeute, mehr Geld: Zwischen 390 000 und 410 000 Euro Mehrkosten könnten für diese Lösung auf die Gemeinde zukommen. Deshalb diskutierten die Räte lange über das Thema, entschlossen sich aber für die Variante mit dem am Ende offenen Graben.
Zudem beschlossen die Räte einen Antrag zur Verlängerung des alten Umsatzsteuerrechtes. Hier gibt es seit Anfang des Jahres eine Neuregelung.
Alle Tätigkeiten der Gemeinde sind umsatzsteuerpflichtig, mit Ausnahme der "hoheitlichen Tätigkeiten" wie beispielsweise Abfall- und Abwasserentsorgung. Um die Leistungen der Gemeinde überprüfen zu können, kann ein Antrag beim Finanzamt gestellt werden, dass der Verwaltung eine Übergangsfrist bis Ende 2020 eingeräumt wird. Dem Antrag stimmten die Räte zu. cs