In den kommenden Wochen würden die Pläne für den Bau des Verkehrslandeplatzes (VLP) Coburg in geänderter Form erneut ausgelegt, wie Dagmar Escher, Sprecherin der "Bürger für ihre Region gegen den neuen Verkehrslandeplatz", mitteilte.
Grund dafür seien die Ergebnisse der von der Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz mbH Coburg in Auftrag gegebenen Aeronautical Study. Durch die Veränderung der Pläne würden neue Betroffenheiten bei Waldbesitzern und Anwohnern, zum Beispiel von Weitramsdorf und der nördlichen Ortsteile von Meeder, entstehen. Escher fordert deshalb die Betroffenen dazu auf, Einsicht in die geänderten Unterlagen zum Bau des VLP Coburg zu nehmen und ihre Einwände zu formulieren.


Die Einwendungsfrist

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, könne bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift bei der Gemeinde Meeder oder direkt beim Luftamt Nordbayern (Regierung von Mittelfranken) Einwendungen gegen das Vorhaben erheben und Stellungnahmen abgeben.
Durch die Änderungen in den Planungsunterlagen würden neue Betroffenheiten bei Waldbesitzern entstehen, da nun an herausgehobenen Lagen massive Rodungen des Waldes, beziehungsweise ständig wiederholte Einkürzungen der Baumwipfel, geplant seien, schreibt Escher. Der Callenberger Höhenzug und seine Bäume würden bis zu 70 Meter in die vorgeschriebene Sicherheitszone für An- und Abflüge hineinragen. Deshalb werde die Platzrunde für Flugzeuge um den Flugplatz höher gelegt und vergrößert. Damit würde eine erhebliche Lärmbelastung für Einwohner von Weitramsdorf, Bad Rodach, Großwalbur und die nördlichen Ortsteile von Meeder entstehen, ist Escher sicher. Wegen all dieser Änderungen der Pläne sei eine öffentliche Neuauslegung erforderlich. Diese Auslegung erfolgt in den unmittelbar betroffenen Gemeinden.
Wie Escher mitteilt, liegen die Unterlagen in der Stadt Bad Rodach: vom 4. Mai bis 6. Juni aus, in der Gemeinde Meeder vom 1. bis 31. Mai und in der Gemeinde Weitramsdorf vom 3. Mai bis 2. Juni.
Laut Dagmar Escher dürfen nur Einwendungen gegen die neu in das Verfahren eingebrachten Unterlagen und Sachverhalte erhoben werden. Die bereits 2015 eingebrachten Einwendungen würden jedoch ihre Gültigkeit behalten. Grundsätzlich weist Escher darauf hin, dass nur das, was im Verfahren eingewendet wurde, von den prüfenden Behörden berücksichtigt werden müsse. Wer keine Einwendungen im Planfeststellungsverfahren gemacht hat, der könne später keine Klage mehr führen.


Eingangsstempel der Gemeinde

Die Gemeinden würden die eingereichten Stellungnahmen der Bürger gesammelt an das Luftamt Nordbayern weiterleiten. Es empfehle sich, die Kopie der Stellungnahme mit einem Eingangsstempel der Gemeinde versehen zu lassen. red