von unserem Mitarbeiter Günther Straub

Thulba — Bei der Versammlung des Obst- und Gartenbauvereins Thulba waren unter den etwa 30 Versammlungsbesuchern nur drei Frauen. Das veranlasste Marion Hugo zur Frage: "Warum sind bei uns in Thulba nur weitgehend Männer im Gartenbauverein. In vielen Vereinen der Umgebung ist das umgekehrt, das ist schon eigenartig. Es wäre sicher notwendig, dass die Männer ihre Frauen daheim noch mehr motivieren." Gerade die Frauen seien für Schönheit und Dekorationen und auch für Kuchenbacken mehr gefragt, sagte sie. Kreisvorsitzende Irmgard Heinrich pflichtete ihr bei. Man könnte das auf der finanziellen Seite auch mit einem Familienbeitrag regeln.
Dass im Verein gut gearbeitet wird, zeigte der Jahresbericht des Vorsitzenden Herbert Büchner. Die Jahresarbeit war wieder geprägt von vielen Pflegearbeiten im Ort. Dabei ging es um die Begrüßungstafeln an den Ortseingängen, wie auch die Pflege und Bepflanzung der Bildstöcke und auch die Pflegearbeiten im Friedhof. Viele der Mitglieder und auch der Frauen wie auch das sogenannte Heckenschneidkommando waren hierbei immer wieder im Einsatz. Das Säubern der Nistkästen sei jedes Jahr selbstverständlich. Ein besonderes Anliegen ist dem Verein die Unterhaltung und Pflege des beliebten Begegnungsgartens. Insgesamt sind für all diese Arbeiten 274 Stunden angefallen. Sie wurden alle ehrenamtlich und unentgeltlich geleistet. "Das ist eine beachtliche Leistung, wofür ich all den Helfern herzlich danke", sagte Büchner.
Der Verein hat 118 Mitglieder. Veranstaltungen, die die Gemeinschaft und Geselligkeit fördern sollen waren der Vatertag, das Erntedankfest und die Winterwendfeier.
Für dieses Jahr ist bereits festgelegt, dass am 14. März ein Sträucher-Schnittkurs stattfindet. Auch soll in nächster Zeit im Friedhof gearbeitet und gepflegt werden. Büchner wies darauf hin, dass jeden ersten Freitag im Monat ein Treffen im Begegnungsgarten ist. Vorher ist Pflegen angesetzt "Wir brauchen Leute, die Spaß mitbringen, und vergesst nicht euer Häwele", sagte der Vorsitzende. Erfreulich war, dass vier weitere Personen in den Verein eingetreten sind. Von einem zufriedenstellenden Kassenstand berichtete Kassierer Friedel Weigand. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Lob für die Ehrenamtlichen

Bürgermeister Gotthard Schlereth lobte die vorbildliche Arbeit des Thulbaer Vereins. "Ohne eure Pflegearbeiten würde vieles nicht so angenehm im Ort aussehen. Wir als Gemeinde wären nicht in der Lage, das so zu leisten. Dank auch für euer Engagement im neuen Begegnungsgarten. Er wurde zu einem angenehmen Treffpunkt für die Ortsgemeinschaft". Dem pflichtet die Kreisvorsitzende bei. Sie lobte die Ehrenamtlichkeit der zahlreichen Helfer.
Zur Sprache kam die Planung des Architekten für die Innerortssanierung, der die "Alte Fuldaer Straße" verändern möchte und dort einen Grünstreifen vorsieht. Vinzenz Täuber fragte nach, wer diesen wohl dann pflegen soll. Bürgermeister Schlereth, sagte, dass darüber noch geredet werden müsse, festgelegt sei noch nichts.
Am Brunnen vor der Raiffeisenbank sei immer wieder Unrat zu finden. Imker Walter Gärtner klagte über die Entfernung von Palm-(Weiden)büschen. Sie waren früher in jedem Garten zu finden. Auch die Tiere (Hamster) an der Thulba vernichten viele davon. Die Biene sei eines der wichtigsten Lebewesen in der Natur und sie brauche diese Sträucher. Wer Obstbäume übernehmen will, sollte sich beim Verein melden, forderte der Vorsitzende auf.