von unserem Mitarbeiter  Werner reissaus

Kulmbach — Gerade mal sechs Monate nach dem Baubeginn am Neubauteil des Heiner-Stenglein-Senioren- und Pflegeheimes des Awo-Kreisverbandes Kulmbach, einem Projekt für knapp 14 Millionen Euro, wurde Richtfest gefeiert. So war es kein Wunder, dass Regierungspräsident Wilhelm Wenning in seinem Grußwort feststellte: "Unglaublich, dieses Projekt geht ja Schlag auf Schlag voran. Zwischen Antragstellung und Bescheidübergabe lagen nur knapp vier Monate." Wenning zeigte sich erfreut, dass das vorbildliche Projekt mit einer öffentlichen Förderung unterstützt werden konnte. Der Awo-Kreisverband Kulmbach ist nach Wennings Worten ein Bauherr, der seine soziale Verantwortung sehr ernst nehme, vorausschauend plane, aber auch den Mut zu dieser besonders umfangreichen Investition hatte.


Weitere Bauvorhaben

Awo-Kreisvorsitzende und Landtagsvizepräsidentin Inge Aures (SPD) freute sich über die Anwesenheit von Helga Stenglein, der früheren Ehefrau des Namensgebers des Senioren- und Pflegeheimes. Ihr Dank galt den Nachbarn, "während der Bauphase die direkt Leidtragenden", mit denen man ein gutes Einvernehmen haben wolle.
Über die Wintermonate soll der Südflügel winterdicht gemacht werden. Im Sommer 2016 sollen die Arbeiten im Anbau abgeschlossen sein. Für die Zukunft kündigte Aures weitere Maßnahmen im sozialen Wohnungsbau in Kulmbach an.
Regierungspräsident Wenning fand, "dass diese Realisierung eine ganz besonders Anerkennung verdient. Denn hier wird mit hohem sozialen Engagement und umfassender planerischer Leistung ein hoher Mehrwert für alle Beteiligten, aber besonders für die Bewohner geschaffen." Er verwies darauf, dass das Senioren- und Pflegeheim als erste Einrichtung im Awo-Kreisverband Kulmbach schon 1952 in Betrieb ging.
Bei solchen Einrichtungen bedürfe es eines sensiblen Umgangs mit dem Bestand und einer vorausschauenden Planung und Anpassung an die aktuellen Begebenheiten. Der Regierungspräsident weiter: "Aber in erster Linie geht es darum, Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung für die ältere und pflegebedürftige Generation." Zu den knapp 14 Millionen Euro Baukosten gewährt der Freistaat Bayern über 8 Millionen Euro an staatlicher Förderung mit zinsverbilligten Darlehen, davon rund 6 Millionen Euro aus Mitteln des Bayerischen Modernisierungsprogramms und rund 2 Millionen Euro aus dem Darlehensprogramm für Ersatzneubauten von stationären Altenpflegeeinrichtungen. Insgesamt werden 98 Wohnplätze gefördert, davon 24 im jetzigen ersten Bauabschnitt, ergänzt durch eine Palliativstation mit Begegnungsstätte. Aufgeteilt in vier Bauabschnitte werde jetzt die Wohn- und Lebensqualität mit dem zeitgemäßen und energetischen Bau deutlich erhöht und die Bedingungen für die Betreuung wie auch die Pflege in der Awo-Einrichtung verbessert. Landrat Klaus Peter Söllner (FW) sagte, die Arbeiterwohlfahrt sei ein herausragender Akteur im sozialen Bereich im Landkreis Kulmbach. Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) würdigte vor allem die Arbeit von Inge Aures als Kreisvorsitzende der Awo.