Großheirath — Das Baugebiet Mehlm in Großheirath ist eine Erfolgsstory: Gestern traten die offiziellen zum Spatenstich für den neunten Bauabschnitt an. Nach dem Selbstständigwerden der Gemeinde 1990 hatte Altbürgermeister und Ehrenbürger Gerold Hümmer das Neubaugebiet initiiert, 1997 war der Startschuss. "Und wenn alles gut geht", so der heutige Bürgermeister Udo Siegel (CSU), "kann vielleicht in zwei Jahren mit dem zehnten Abschnitt der Endspurt begonnen werden."
Großheirath genieße einen hervorragenden Ruf als Wohnsitzgemeinde im Landkreis, stellt der Bürgermeister fest. Die Einwohnerzahl sei in den letzten beiden Jahrzehnten um über 40 Prozent gestiegen. Allein das Baugebiet Mehlm ist inzwischen größer als das Altdorf.
Insgesamt wende die Gemeinde für den neunten Bauabschnitt Kosten in Höhe von knapp 390 000 Euro auf. Davon entfallen auf Verkehrsflächen 210 000 Euro, auf die Kanalisation gut 100 000 Euro, auf Wasserversorgung und Hausanschlüsse rund 75 000 Euro. Die neue Straße ist 169 Meter lang und 5,75 m breit.
Mit 65 Euro pro Quadratmeter konnte der Grundstückspreis recht günstig gehalten werden. Die Grundstückspreise lägen damit im Raum Coburg im unteren Bereich. Das spiegele sich auch in der Nachfrage wider. Von elf zu erschließenden Grundstücken, freut sich Siegel, seien bereits drei verkauft und einige reserviert. Die Grundstücke sind zwischen 637 und 969 Quadratmeter groß.
Auch für Altbürgermeister Gerold Hümmer gab es einen Grund zu feiern. Dem Initiator des Baugebiets "schenkte" die Gemeinde im Frühjahr zum 70. Geburtstag die Straße durch den neunten Bauabschnitt. Gestern erhielt sie den Namen "Bgm.-Hümmer-Straße". Das Straßenschild hatte der Bürgermeister dem Geehrten gleich mitgebracht.
Gerold Hümmer: "Das ist eine besondere Freude und Ehre für mich, die eigentlich immer erst Verstorbenen zuteil wird. Mir fällt sie bereits zu Lebzeiten zu." ka