Michelau — Die geplante Erweiterung der Inertstoffdeponie Marktzeuln-Lettenreuth ist den Michelauer Gemeinderäten ein Dorn im Auge. Ihre Stellungnahme im Zuge des Planfeststellungsverfahrens fiel entsprechend negativ aus. Bürgermeister Helmut Fischer (CSU) erklärte, durch die beabsichtigte Erweiterung in Richtung Zettlitz sehe man zusätzliche Beeinträchtigungen durch Staub und Lärm. Schon jetzt gebe es nicht wenige Beschwerden von Bürgern aus Lettenreuth. Zwar sehe das Landratsamt offenbar keine Probleme, obwohl man die Einwände und sogar Fotos an die Behörde weitergegeben habe, "aber wir werden die Erweiterung ablehnen, um Schaden für die Bevölkerung zu vermeiden", so Fischer.
Inertstoffe sind Abfälle aus überwiegend gesteinsähnlichen Bestandteilen, wie etwa Bauschutt. Der genehmigte Deponiebetrieb der Firma Schramm soll ausgeweitet werden.
Noch eine weitere Deponie beschäftigte den Gemeinderat, nämlich die ehemalige Hausmülldeponie der Gemeinde am Ortsrand von Michelau nach Schwürbitz hin. Wegen der Altlasten und einer möglicherweise erforderlichen Sanierung stehen laut Bürgermeister Fischer Detailuntersuchungen mit einem Kostenaufwand von zirka 15 000 Euro an. Diese würden im Zeitraum der nächsten zwei Jahre erfolgen. Der Gemeinderat stimmte einem Vertrag zu, über den ein Zuschuss aus einem speziell im Freistaat eingerichteten Unterstützungsfonds erzielt wird.

Schnelles Internet

Der Zuschuss-Antrag für die Breitbanderschließung der Gemeindeteile Schwürbitz, Letten- und Oberreuth sowie der nördlichen Gewerbegebiete in Michelau ist bei der Regierung von Oberfranken gestellt, ein Durchführungsbeschluss des Gemeinderates auf Grundlage eines konkreten Finanzierungs planes steht noch aus. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde dieser Punkt zurückgestellt, da der Bürgermeister empfahl, die Ausschreibungsergebnisse abzuwarten. Betont wurde aber, dass quasi für alle, die sich an die Gemeindeverwaltung mit dem Wunsch nach einer höheren Internet-Geschwindigkeit gewandt hatten, Verbesserungen erreicht werden. "Die Sache läuft", versicherte Helmut Fischer.

Ortssprecher für Neuensee

In Neuensee soll ein Ortssprecher gewählt werden, da der Gemeindeteil nicht mehr durch einen Gemeinderat vertreten wird. Die Wahl ist für Dienstag, 24. Juni, 19 Uhr, im Kulturhaus Neuensee anberaumt. pp