Zum Leserbrief "Nationalpark Frankenwald? Nein danke!", FT vom 3.6., Seite 14:

Mit großem Befremden muss ich in dem Leserbrief der Herren Schauer und Ott feststellen, dass sich diese Herren erdreisten, in meinem Namen, einer Bürgerin des Frankenwaldes aus dem Herzen zu sprechen. Nein, das tun sie nicht! Erstaunlich auch, dass ausgerechnet Sie uns weismachen wollen, wir würden wegen plötzlich gesperrter Wege unsere schöne Heimat nicht mehr genießen können.
Als Hundebesitzerin verbringe ich viel Zeit im Wald und stand schon mehr als einmal fassungslos und verärgert vor einem ehemals schönen Waldweg, der durch den Einsatz lärmender Harvester und sonstigem schweren Gerät in eine matschige Buckelpiste verwandelt worden ist. In all den Jahren ist mir auch noch nie aufgefallen, dass auch nur ein einziger derartig zerstörter Weg wieder hergestellt worden wäre. Dadurch tragen auch Sie nicht gerade dazu bei, das Wanderzentrum Frankenwald attraktiver zu machen.
Da bereits jetzt der Gewinn aus den Staatsforsten nicht in die hiesige Infrastruktur fließt, ist mir schleierhaft, wieso das nach der Ablehnung eines Nationalparks plötzlich so sein soll. Und fragen Sie doch mal das Hotel- und Gaststättengewerbe. Viele davon würden sich sicher über eine touristische Aufwertung unserer Region freuen.
Ich bin mit Ihnen einer Meinung, was die offene und objektive Information der Bürgerinnen und Bürger betrifft. Wieso erfolgt dann von Ihnen eine derartig auf Krawall gebürstete Kampagne, in der Sie sich selbst zu Vertretern der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ernennen? Mich und viele andere vertreten Sie nicht. Ich sehe in einem Nationalpark Frankenwald die einmalige Chance, unser größtes Kapital, nämlich eine wunderschöne und einzigartige Natur, für unsere Nachkommen zu erhalten. Nationalpark Frankenwald? Ja bitte!!!
Und bevor ich es vergesse: Ich bin gebürtige Frankenwälderin und nicht bei den Grünen!

Carola Häfner
Mitwitz