Kreis Forchheim — Viele Faschingsbegeisterte stehen schon in den Startlöchern oder haben die fünfte Jahreszeit mit ihren wilden Karnevalstagen vielleicht bereits eingeläutet. "Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen aber auch, dass die ausgelassene Stimmung schnell vorbei sein kann, wenn sich verantwortungslose Narren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ans Steuer ihres Fahrzeugs setzen", teilt das Polizeipräsidium Oberfranken mit.
Nicht selten kommt es demnach zu schweren Unfällen mit Verletzten oder sogar Toten durch betrunkene Autofahrer. Aus diesem Grund setzt die oberfränkische Polizei in der Faschingszeit ganz besonders auf Alkohol- und Drogenkontrollen.

Rechtzeitig nachdenken

Bevor es zur Faschingsfeier geht, sollte man sich als verantwortungsvoller Verkehrsteilnehmer ohnehin rechtzeitig Gedanken über einen sicheren Nachhauseweg machen.
Während der verstärkten Faschingskontrollen im vergangenen Jahr stellten die Polizisten im Regierungsbezirk 78 alkoholisierte Fahrer im Straßenverkehr fest. Außerdem hatten 34 weitere Fahrzeuglenker bei den Kontrollen Drogen im Blut. Diese Autofahrer mussten zumindest eine Zeit lang auf ihren Führerschein verzichten, in manchen Fällen wurde er ihnen sogar komplett entzogen.

Empfindliche Strafen

Ein Straf- oder Bußgeldverfahren sowie mehrere Punkte in Flensburg waren für die Promillesünder ebenfalls eine Folge. Weiterhin registrierte die Oberfränkische Polizei im Kontrollzeitraum zwölf Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol oder Drogen im Spiel waren.
Die intensiven Verkehrskontrollen sind Teil des vom Bayerischen Innenministerium im Jahr 2012 ins Leben gerufenen Verkehrssicherheitsprogramms "Bayern mobil - sicher ans Ziel".
Neben einem Fahrverbot von mindestens einem Monat und mehreren Punkten auf dem Flensburger Punktekonto drohen den Alkohol- und Drogensündern empfindliche Geldstrafen, die nicht selten ein Monatseinkommen übersteigen. Durch den Verlust des Führerscheines kommen häufig noch berufliche Konsequenzen hinzu. Der Bußgeldkatalog sieht bereits bei 0,5 Promille Alkohol oder einem nachweisbaren Drogenkonsum eine Geldbuße von wenigstens 500 Euro, vier Punkte in der Verkehrssünderkartei und mindestens ein Monat Fahrverbot vor.

Gang vor Gericht

Die Sanktionen verdoppeln und verdreifachen sich entsprechend, wenn jemand bereits ein- oder mehrmals von der Polizei erwischt worden ist.
Abgesehen davon gilt für Fahranfänger ein absolutes Alkoholverbot. Noch teurer wird es für diejenigen Verkehrssünder, die mit mehr als 0,3 Promille oder im Drogenrausch in einen Verkehrsunfall verwickelt werden oder 1,1 und mehr Promille Alkohol intus haben. Diese Fahrer müssen sich für die begangene Straftat vor Gericht verantworten.
Für die ganz Hartgesottenen schließt sich übrigens bei 1,6 und mehr Promille oder im Wiederholungsfall automatisch die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) an. Die Fahrerlaubnisbehörde prüft vor einer Wiedererteilung der Fahrerlaubnis erst einmal, ob der Betroffene geeignet ist, erneut ein Fahrzeug zu führen. red