Den nach 2013 zweitgrößten Haushalt in der Neudrossenfelder Geschichte hat der Gemeinderat am Montagabend einstimmig verabschiedet. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf knapp zehn Millionen Euro: 5,78 Millionen im Verwaltungs- und 4,16 Millionen im Vermögenshaushalt.
Knapp 2,4 Millionen Euro fließen in Baumaßnahmen wie die Erschließung des Gewerbegebiets Unterbrücklein, den Straßenbau und in Projekte der Städtebauförderung am Schlossplatz und in der Bayreuther Straße, die zur Verbesserung der Parkplatzsituation führen sollen. Geplant ist eine Darlehensaufnahme von einer halben Million Euro.
Bürgermeister Harald Hübner betonte, dass dem Gremium ein hervorragendes Zahlenwerk vorliege. Auf die vielfältigen Investitionen könne man durchaus ein bisschen stolz sein. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt sei zufriedenstellend. Massive Investitionen sind laut Hübner im Bereich des Feuerschutzes geplant.
Für die SPD-Fraktion freute sich Rudi Bock, dass erhebliche Mittel in den Straßenausbau fließen: "Das ist auch bitter nötig, nachdem beim Ausbau des Straßennetzes in den letzten Jahren sehr wenig passiert ist." Viele Spielplätze seien in keinem guten Zustand und müssten dringend neu geplant oder saniert werden. Die eingestellten Mittel von 20 000 Euro sind dafür ein erster Schritt.
Bock hielt den Breitbandausbau für eine ganz wichtige Weichenstellung. Es habe sich auch gezeigt, dass die Entwicklung im Gewerbegebiet positiv ist: "Jetzt wollen wir das auch gemeinsam zum Erfolg führen." Die fußläufige Verbindung von Brücklein ins Gewerbegebiet hielt Bock für unbedingt notwendig.


Bürger bleiben verschont

Heidemarie Nitsch (FuG) würdigte die Arbeit von Kämmerer Wolfgang Schröder, der einen stimmigen Haushaltsvorschlag erarbeitet habe. "Unsere unabhängige Entscheidungsfreiheit bleibt gewahrt und unsere Bürger bleiben von zusätzlichen Abgaben oder Extrakosten zum Beispiel durch die Straßenausbaubeitragssatzung verschont."
Zusammenfassend stellte Nitsch fest, dass die Gemeinde Neudrossenfeld wohl auch in den nächsten Jahren auf einem gesunden finanziellen Fundament stehen wird: "Darüber freuen wir uns!"


"Vielversprechende Pflanzen"

Silvia Eichner meinte für die CSU-Fraktion, dass der Haushalt kontinuierlich auf dem Vorjahr aufbaue. Kontinuität sei gerade in der Haushaltsplanung ein gutes Zeichen. Die Finanzlage erlaube nach derzeitigem Stand eine gute Weiterentwicklung der Gemeinde. Aus Samenkörnern, die 2014 und 2015 ausgebracht worden seien, hätten sich vielversprechenden Pflanzen entwickelt.
Peter Rösch sprach für die Freien Wähler von einer konstanten Weiterentwicklung der Gemeinde und einer solider Finanzpolitik. "Die geplanten Investitionen ermöglichen eine weitere Verbesserung der Lebensqualität in Neudrossenfeld, ohne die Bürger zusätzlich zu belasten. Die extrem hohe Tilgungsquote garantiert auf Dauer eine schnelle Rückführung der Verschuldung."


"Richtungsweisend"

Für die Wählergruppe Waldau begrüßte Thomas Erlmann die geplanten Investitionen in die Infrastruktur. Richtungsweisend sei auch die Erschließung der Gewerbegebietes Unterbrücklein.
Kritisch sah Erlmann allerdings die Schaffung eines Barockgartens unterhalb der Schlossanlage mit einem Kostenaufwand von 140 000 Euro, auch wenn dieser im hohen Maße gefördert werde.