von unserem Mitarbeiter Karl Heinz Weber

Pula — Großer Erfolg für die Willmersreutherin Nadja Lindner. Beim Ironman-Mitteldistanztriathlon in Pula (Kroatien) über 1,9 Kilometer Schwimmen im Meer, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen wurde sie Dritte und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft 2016.
In der Hafenstadt Pula auf der Halbinsel Istrien erwartete die Athleten eine atemberaubende Kulisse. Der Zieleinlauf führt die Sportler in das 2000 Jahre alte Amphitheater mitten in Pula. Am Wettkampftag herrschte strahlender Sonnenschein, allerdings sehr starke Windböen. Mit Nadja Lindner und Heike Schweens stellten sich zwei Athletinnen des ASV Kulmbach der Herausforderung.
Mit unterschiedlichen Zielsetzungen gingen beide an den Start. Beim Schwimmen im kristallklaren Meer entschied sich Nadja Lindner ohne Neoprenanzug zu starten. Beim Start gingen die Athleten nacheinander ins Wasser, Lindner als gute Schwimmerin ging relativ weit vorne ins Meer, konnte den vorgegebenen Kurs halten und kam nach starken 33 Minuten aus dem Wasser.
Heike Schweens als schlechtere Schwimmerin stellte sich hinten an. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich aufgrund von starken Böen und Wellen schon zwei Bojen aus der Verankerung gelöst,. Schweens verlor nach der zweiten Boje etwas die Orientierung im Meer und kam nach 43 Minuten aus dem Wasser.
Danach ließ Nadja es auf dem Rad krachen. Trotz starker Windböen und Gegenwind auf 60 der 90 Kilometer bewältigte sie die Strecke in 2:45,28 Stunden. Die Laufstrecke durch die Altstadt von Pula war ein grandioses Erlebnis für die Sportler. Nadja war in Topform und bewältigte den Halbmarathon in starken 1:40:26 Stunden. Nach insgesamt 4:28,27 Stunden erreichte Nadja Lindner das Ziel. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass der Veranstalter das Schwimmen wegen chaotischer Zustände aus der Wertung nehmen würde.
Nadja gelang so als Dritte der Sprung auf das Podest bei den Frauen. Außerdem gewann sie ihre Altersklasse W35 und schaffte damit erneut nach 2014 die Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft 2016 in Australien.
Fast eine Stunde später erreichte ihre Vereinskameradin Heike Schweens in der Gesamtzeit von 5:17,34 Stunden das Ziel. Sie absolvierte die 90 Kilometer auf dem Rad in 3:23,43 Stunden und lief den Halbmarathon in 1:50,51 Stunden. Durch ihre gute Laufleistung erreichte Heike Schweens in der Alterklasse W50 überraschend den 4. Platz. khw