von unserer Mitarbeiterin Sina Mattheus

Zeil — Die Vorbereitungen für die Erstkommunion liefen in den letzten Tagen auf Hochtouren. Eine Menge zu tun hatten vor allem Floristen, Hobby-Bäcker und Eltern. Am Weißen Sonntag ist dann Zeit, zur Ruhe zu kommen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Empfang der heiligen Kommunion.

Kuchen und Deko

Kuchen backen, die Tischdeko besorgen und das Essen bestellen. Dies sind alles Dinge, die derzeit - es stehen auch in den nächsten Wochen noch etliche Kommunionfeiern an - von den Eltern der Kommunionkinder erledigt werden müssen. Friedbert und Karin Bartl gehören auch zu den Kommunioneltern. Ihr Sohn Elias-Benedikt Bartl empfing am gestrigen Sonntag die heilige Kommunion in Zeil und war bereits eine Woche vorher ganz aufgeregt.
"Kommunion hat man schließlich nur einmal im Leben", sagt der Bub. Geschenke hat er bisher keine bekommen. Darüber ist Elias-Benedikt aber nicht traurig. Er freut sich, am Tag der Kommunion viel Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Besonders gespannt aber ist er auf den festlichen Gottesdienst, in dem er zum ersten Mal die Eucharistie empfängt.

Mit dem Ältesten geht's los

Die Vorbereitung auf das Sakrament der Kommunion war neu für die Eltern. Schließlich ist Elias-Benedikt der älteste Sohn des Ehepaares. Seit der eigenen Kommunion von Vater Friedbert Bartl hat sich vieles verändert. "Früher war alles viel konservativer", erinnert sich der Vater an seine eigene Kommunion in Unterschleichach zurück. Deshalb begrüßt er es sehr, dass die Kommunionkinder heutzutage derart in die Gottesdienstgestaltung während der Vorbereitungszeit einbezogen werden. "In Form von Weggottesdiensten wurde die Botschaft Jesu Christi an die Kinder herangetragen", erklärt er.
Damit die Kinder diese auf ihr eigenes Leben übertragen können, versucht Vater Friedbert auch zu Hause auf einen rücksichtsvollen Umgang miteinander zu achten. Außerdem möchte er ihnen vermitteln, wie wichtig es ist, sich in der Gemeinschaft einzubringen. Er geht als gutes Vorbild gleich voran: Gemeinsam mit einigen anderen Vätern stellte er die Bäume vor der Kirche auf und verzierte sie traditionsgemäß mit weißen Schleifen.

Ein besonderes Gastgeschenk

Aber es gab noch mehr zu tun. Für Mutter Karin Bartl waren die Tage vor der Kommunion ebenfalls sehr arbeitsreich, da sie alle Kuchen und Torten, die für das Fest benötigt wurden, selbst gebacken hat. Außerdem hat sich die Familie für ihre Gäste etwas Besonderes ausgedacht. Jeder Gratulant erhält von Elias-Benedikt einen Stein mit einem persönlichen Segensspruch.
Und noch etwas darf am Tag der heiligen Kommunion nicht fehlen: die festliche Tischdekoration. Für die Blumengeschäfte in Zeil und auch im ganzen Landkreis Haßberge bedeutet das Fest jede Menge Arbeit. So beispielsweise für Jutta Markert. Sie betreibt einen Blumenladen in Zeil und ist derzeit sehr beschäftigt mit dem Binden von Gestecken. Besonders gefragt sind in diesem Jahr einzelne Blumen wie beispielsweise Gerbera, Ranunkeln oder Rosen in gläsernen Gefäßen, erzählt Jutta Markert. Bei den Farben für den Tischschmuck gibt es durchaus Trends. "Farblich dominiert meist weiß oder rosa", erzählt sie. Entscheidend bei der Farbwahl des Blumenschmucks seien meist die Vorlieben des Kommunionkindes. Wenn am Abend dann alle Blumenkreationen abgeholt wurden, ist auch für Jutta Markert ein wenig Zeit zur Besinnung. Zumindest bis die nächsten großen Feste vor der Tür stehen.