Coburg — Zum Abschluss der Vorrunde in der Landesliga Nordwest hat der FC Coburg (10./24 Punkte) heute um 16 Uhr den Tabellennachbarn FC Viktoria Kahl (12./21 Punkte) zu Gast. Für die Hausherren handelt es sich um eine richtungsweisende Auseinandersetzung.
Mit einem Dreierpack würden sie sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle festsetzen und hätten dann zum Auftakt der Rückrunde erneut vor eigener Kulisse gegen das Schlusslicht FC Blau Weiss Leinach die Chance, sogar in die obere Hälfte des Klassements vorzurücken.
Von den kampfstarken Kahlern ist allerdings energische Gegenwehr zu erwarten. Die Unterfranken aus dem westlichen Landkreis Aschaffenburg wollen nicht in die Zone der gefährdeten Mannschaften abrutschen.
Die Vestestädter sammelten vor Wochenfrist bei ihrem 2:1-Erfolg in Rimpar nicht nur drei Zähler, sondern auch viel Selbstvertrauen. Die Tatsache, dass Abwehrchef Christian Beetz aufgrund einer Hüftblessur nach dem Warmlaufen erneut passen musste, löste nicht etwa Verwirrung aus, sondern setzte ungeahnte Kräfte frei. Der für ihn in die Innenverteidigung beorderte Mittelfeldmotor Lukas Mosert lieferte einen Beleg seiner Vielseitigkeit ab.


Shabestari, Pfreundner, Carl stark

Der erst 17-jährige Jannik Pfreundner überzeugte als Außenverteidiger ebenso wie die weiteren Youngster Fabian Carl im Offensivbereich und Keeper Daniel Shabestari. Er sorgte in der Schlussminute durch zwei tolle Reflexe dafür, dass nichts anbrannte.
"Einige unserer vielen Talente aus dem Nachwuchsleistungszentrum sind in ihrer Entwicklung gut vorangekommen. Sie haben in Rimpar Zeichen gesetzt. Auch der eingewechselte Lukas Riedelbauch empfahl sich für höhere Aufgaben. Die personellen Engpässe der zurückliegenden Wochen haben wir gut hingekriegt. Jetzt wollen wir nachlegen", gibt sich Coach Christoph Böger optimistisch.
Der heutige Widersacher gilt als Wundertüte der Liga mit äußerst schwankenden Leistungen. Das belegt auch die jüngste 3:2-Heimsieg gegen die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach, der ins Kuriosenkabinett passt. Die Gäste aus dem Main-Spessart-Kreis gingen früh in Führung. Dann verballerten sie drei Elfmeter, von denen Kahls Torhüter Simon Stadtmüller zwei parierte. Am Ende setzte sich seine Truppe dank ihrer starken Stürmer Aydin Gökhan und Tim Müller in Unterzahl durch. Auf beide muss der FCC aufpassen, denn sie erzielten zusammen schon 21 Treffer.
Coburg verlor auf der Dr.-Stocke-Anlage erst einmal und möchten die gute Heimbilanz fortsetzen. Ins Aufgebot zurückkehren Carsten Hahn nach einer Rotsperre und Christian Schneider nach dreiwöchiger Krankheitspause. Fragezeichen stehen hinter Christian Beetz, Sertan Sener und Marc Schwesinger. Ersatztorhüter Yannik Knoch fällt wegen einer Innenbandverletzung länger aus. haze