Coburg — Mit einem einstimmigen Vertrauensbeweis für den bisherigen Vorstand und Beirat dokumentierten die Mitglieder der Musikschule Coburg einer Pressemitteilung zufolge ihre Zufriedenheit mit deren Arbeit. Sie unterstrichen damit nicht zuletzt das, was Vorsitzender Peter Jacobi in seinem Bericht zuvor in die Worte gekleidet hatte: "Unsere Musikschule leistet Beträchtliches!"
Jacobi machte eine Bestandsaufnahme. Dabei spielte der jüngste Beschluss des Finanzsenates des Coburger Stadtrates eine zentrale Rolle. Bekanntlich hatte dieser entschieden, für das laufende Jahr einen Zuschuss in Höhe von 120 000 Euro zu gewähren, wovon allerdings wieder die anfallenden Mietkosten in der Neustadter Straße abgehen. Die im Jahre 2003 gegründete Musikschule, so der Vorsitzende, habe mittlerweile einen festen Platz "in der Bildungslandschaft unserer Stadt". In Bezug auf Äußerungen von Stadträten über die Kosten der Musikschule fügte Peter Jacobi hinzu: "Hier wird deutlich: Musikschularbeit rechnet sich zwar nicht, aber sie zahlt sich aus!" Eine Lanze brach er für eine bessere Bezahlung der Lehrkräfte, wofür nicht zuletzt der höhere städtische Zuschuss eine Grundlage bieten könne.
Die Musikschule habe sich in der Vergangenheit durchaus bemüht, durch Konzerte und andere Aktivitäten die finanzielle Basis zu verbreitern. Sein Bedauern darüber, dass bei den Musikschulkonzerten zumindest diejenigen, die jetzt meinten, besonders kritische Äußerungen zur Musikschule vortragen zu müssen, noch nie gesehen wurden, war unüberhörbar. Werbung machte der Vorsitzende für eine weitere Initiative des Vorstands: Am 12. Mai soll ein Förderkreis "Freunde der Musikschule" ins Leben gerufen werden.
Aktuell werden 422 Schüler von 22 Lehrkräften unterrichtet. Herzstück und Kern sei das Ensemblespiel und das gemeinsame Musizieren, denn damit würden Sozialkompetenzen gefördert, sagte Rektor Dietmar Schaffer. red