Geroda — Was - bitte schön - ist denn eine Musikolympiade? Wer diese Frage beantwortet haben wollte, war in Geroda auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus genau richtig.
Das Jugendblasorchester Scholz hatte alle Jungmusikanten aus der Umgebung eingeladen. Da galt es, zerschnittene Lieder zusammenzupuzzeln oder im Gleichschritt rückwärts zu laufen. Oder einen Luftballon mit Hilfe eines Mundstückes aufzublasen. Oder möglichst schnell ein Instrument zusammenzubauen. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich viele Jungmusikanten eingefunden, um einen unterhaltsamen Nachmittag zu erleben. Und eines machte der Leiter der Gerodaer Musikanten, Achim Scholz, zu Beginn schon klar: "Es gibt nur Gewinner." Ihm war der olympische Gedanke wichtig: "Dabei sein ist alles, im Leben geht es doch oft genug um Sieg und Niederlage."
Lea Kleinhenz aus der Musikkapelle Breitenbach/Mitgenfeld, die dort Trompete spielt, genoss diese "Aktion gegen Langeweile". Und mit Christina Kohl und Johanna Gindl hatten sich zwei sympathische Moderatoren gefunden. Die beiden waren mächtig stolz, denn sie hatten beim Dreikönigsfest der Blasmusik in der Schondratalhalle zu Beginn des Jahres mit der Idee einer Musikolympiade für alle beteiligten Kapellen die Jury überzeugt. Sponsor der Veranstaltung war das Ehepaar Lucie und Thomas Schuhmann aus Schönderling, die damals zu diesem Fest eingeladen hatten und die es sich natürlich jetzt nicht nehmen ließen, bei der Olympiade vorbeizuschauen und einige Stationen auszuprobieren: "Ich bin selbst seit über 40 Jahren Musikant", steht für Thomas Schuhmann die Gemeinsamkeit und die Freude am Musizieren im Vordergrund. Am Ende des abwechslungsreichen Nachmittags wurde die Gemeinsamkeit - wie könnte es anders sein - hörbar: Alle Musikanten packten ihre mitgebrachten Instrumente aus und vereinten sich in einem Gemeinschaftschor. Fazit: Nachmachen strengstens erlaubt. Beatrix Lieb