von unserem Mitarbeiter Horst Wunner

Brücklein — Er ist einer der bekanntesten Namen unter den Chorleitern in der Region, ein musikalischer Mensch durch und durch, er lebt diese Leidenschaft mit viel Aufwand und innerem Antrieb. Und das seit Jahrzehnten. Manfred Bauriedel aus Brücklein kann nun auf 40 Jahre Dirigat beim Gesangverein "Mainthal" Neuenreuth zurückblicken und auf 50 Jahre Gesang.
Dem gebürtigen Untersteinacher wurden die Gene schon in die Wiege gelegt, denn der Vater war Kantor und die Mutter hat im Kirchenchor mitgesungen. So trat er schon als Bub im Kasualienchor auf und begann nach der Konfirmation im "Liederkranz" Untersteinach. Dass er im musischen Gymnasium Bayreuth sein Abitur im Fach Musik machte, war selbstverständlich.
Nach vielen Stationen, an denen er musikalisch wirkte, übernahm der frühere Lehrer vor 40 Jahren die Chorleitung in Neuenreuth. Er kann Klavier, Trompete, Oboe und Querflöte spielen, hilft immer noch aus, wenn er gebraucht wird. "Ich bin kein begnadeter Musiker, sondern habe mir alles durch Fleiß und harte Arbeit aneignen müssen. Mit dem Ergebnis bin ich aber zufrieden", sagt Bauriedel und schmunzelt. Und schwenkt über zur langen Zeit bei den Neuenreuthern, die der 66-Jährige ins Herz geschlossen hat.

Über 1600 Singstunden

"Über 1600 Singstunden und 50 Konzerte und Liederabende werden es wohl geworden sein, wo ich den Taktstock geschwungen habe. Aber ich gehe auch jetzt noch gerne in jede Probe, weil es Spaß macht zu sehen, wie der Chor mit der Aufgabe wächst". Man müsse natürlich auch erkennen, wo die Grenzen des Ensembles sind: "Ich verlange schon viel von meinen Leuten. Wenn dann jedoch, wie bei unserem letzten Weihnachtskonzert, mehr als 500 Besucher klatschen, weiß man, dass sich alle Anstrengungen gelohnt haben", so Bauriedel. So etwas gebe Mut, ans Aufhören denke er deshalb noch lange nicht.