Wonfurt — Die Gemeinde Wonfurt wird auch weiterhin die Abfallbeseitigung selbst übernehmen. Dies beschlossen die Gemeinderäte mit neun zu vier Stimmen in ihrer Sitzung am Montagabend, nachdem Wilfried Neubauer, Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises, ihnen die Kalkulation der Kreisbehörde vorgestellt hatte.
Der Landkreis, so rechnete Neubauer vor, werde seine Müllgebühren zum Jahreswechsel voraussichtlich auf 135 Euro erhöhen müssen - zum ersten mal seit 20 Jahren. Die Gemeinden, die die Abfallwirtschaft noch selbst betreiben, hätten eigentlich kaum einen Handlungsspielraum bei der Festsetzung der Müllgebühren. "Sie können nur festlegen, wie sie die Gebühren auf die Bürger umlegen", erklärte Neubauer. "Wenn Sie die Abfallwirtschaft nicht zurückübertragen", so sagte er den Räten, "können Sie sich in den nächsten vier Jahren nicht mehr anders entscheiden."
Letztendlich stimmten nur vier Gemeinderäte dafür, die Abfallwirtschaft wieder an den Landkreis zu übertragen. Viel günstiger wird's für die Wonfurter aber nicht, da der Landkreis ab Januar 2016 von den Kommunen höhere Gebühren für die Müllumladestation und für die
-verbrennung verlangen wird.
Aus diesem Grund wurden die Müllgebühren für Wonfurt neu kalkuliert. Sie steigen ab Januar beispielsweise für die 60-Liter-Restmülltonne bei 14-tägiger Entleerung von derzeit 88,80 auf 132 Euro pro Jahr an. Eine entsprechende Satzung wird der Gemeinderat von Wonfurt demnächst beschließen.