Am Kirchweihmontag, 29. August, wird Pfarrer Ewald Thoma die historische Dreifaltigkeitsmarter im Kapellenumfeld seiner neuen Bestimmung übergeben und sie segnen.
Das genaue Alter der ehemaligen Marter ist nicht überliefert. Am 23.03.1910 musste die alte Marter wegen ihrer Baufälligkeit von ihrem ursprünglichen Standort an der Nordseite des Pfarrgartens entfernt werden. Von den ursprünglich vier Bildern war nur noch das auf Blech gemalte Dreifaltigkeitsbild vorhanden.


Drei Seiten neu gemalt

Restauriert wurden die Bilder Schöpfungsbericht, Sixtinische Madonna und Wallfahrt nach Vierzehnheiligen. Das Königliche Bezirksamt Bamberg II verlangte die Renovierung der Marterl. Wegen der hohen Kosten beschlossen Kirchenverwaltung und Gemeinde nach Vorlage der vorhandenen Marterl durch den Priesendorfer Steinhauer Jakob Schwinn eine neue errichten zu lassen. Das noch erhaltene Dreifaltigkeitsbild wurde gleichzeitig vom Konservator Hartmann aus Bamberg restauriert.
Bis 1972 stand die neu errichtete Marter an der Nordseite der 1931 erbauten Kirche. Wegen verschiedener Straßenbauarbeiten ließ der spätere Zweite Bürgermeister Willi Krings das Denkmal ans neu errichtete Musikhaus versetzen.
Vermutlich hat der Priesendorfer Maler Jakob Zöcklein aus diesem Anlass das Marterl neu bemalt und restauriert. Im Zug der Dorferneuerung hat der Gemeinderat 2015 einstimmig beschlossen, in Übereinstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege, dem Amt für ländliche Entwicklung, das die Sanierung förderte, und der Pfarrei Priesendorf als neuen Standort das Kapellenumfeld zu wählen. An diesem zentralen Standort neben der Marienkapelle ist die Marter wieder im Fokus der Gemeinde.
Die Gesamtsanierung wurde vom Steinmetzmeister Bernd Volk aus Neuhausen und der Grafik-Werkstatt Leon in Pottenstein durchgeführt. Der sanierte Bildstock wird nun am 29. August von Pfarrer Thoma gesegnet. red