Lichtenfels — Im Tierheim feierte die Jugendgruppe Lichtenfelser Monsterpfoten ihr einjähriges Bestehen. Dazu hatte sich die Leiterin Birgit Hartmann etwas Besonders einfallen lassen: Die erste Kreisvorsitzende Marion Damm hielt einen Vortrag über Greifvögel und Eulen.
Sie hatte 14 Präparate zur Anschauung aus den Beständen des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) mitgebracht. Darunter waren so prächtige Vögel wie Uhu, Habicht und Waldkauz. Marion Damm gab entsprechende Erläuterungen zu den Tieren sowie deren Bedeutung für den Naturhaushalt.

Lebensraum gefährdet

Bei den Populationen gäbe es immer wieder Schwankungen. "Dies ist früher ganz normal gewesen und hat sich im Verhältnis zu den Beutetieren immer wieder ausgeglichen. Mit den gravierenden Veränderungen der Landschaft greift dieser Mechanismus aber bei manchen Arten nicht mehr. Ein großes Sorgenkind ist deshalb zurzeit die Schleiereule, die trotz intensiver Bemühungen durch den LBV verschwunden zu sein scheint. Die über 100 angebrachten großen Nistkästen im Landkreis haben heuer kein Brutvorkommen gezeigt", sagte die engagierte Naturschützerin.
Besonders interessiert waren die Kinder der Jugendgruppe bei der Vorführung des Uhus, der eine Spannweite von 1,60 - 1,70 Metern haben kann. "Die überaus weichen Federn ermöglichen ihm, wie auch allen anderen Eulen, einen völlig geräuschlosen Flug. Die Lieblingsspeise des Uhus sind Igel, die ebenfalls nachts unterwegs sind. Er kann seinen Kopf um über 180 Grad drehen und somit mühelos rückwärts schauen. Interessant sind auch die großen orangegelb leuchtenden Augen und Federn an der Stirn, die wie Ohren ausschauen. Der Uhu ist die größte europäische Eule", so die Referentin.
Neben den Kindern der Jugendgruppe des Tierheimes hörten auch einige Erwachsene den Ausführungen von Marion Damm zu. Die Leiterin der Jugendgruppe Birgit Hartmann erläuterte dann den Werdegang der "Lichtenfelser Monsterpfoten".
Die Kinder würden sich durch eine große Liebe zu Tieren auszeichnen. "Sie kommen aus den verschiedenen Teilen des Landkreises und wollen den Tieren im Heim helfen. So werden Hunde ausgeführt, Kaninchenställe gesäubert und Kratzbäume für Katzen angefertigt. Begeistert basteln die Kinder für den Flohmarkt, der an jedem ersten Wochenende im Monat stattfindet. Der Erlös der Veranstaltungen fließe in die Kassen des Tierheimes. Das Tierheim sei stolz auf die Kinder, welche viel bewegen, so die Leiterin.
Außerdem erwähnte Birgit Hartmann einen Besuch des Gnadenhofes. Eifrig diskutierten die Kinder darüber, was man noch im Sinne des Tierschutzes machen könne. Dazu gehöre auch das Anlegen von Kleinstrukturen. Die nächste Aktion soll das Aufschlichten eines Steinhaufens als Lebensraum für viele Kleintiere sein.
Birgit Hartmann bat Marion Damm darum, die Jugendgruppe weiter mit Rat und Tat zu unterstützen. "Wir stehen noch am Anfang und wollen uns noch intensiver einbringen. Dazu brauchen wir die Unterstützung von Fachkräften", sagte die Leiterin. Josef Schröder