Bayreuth/Neuenmarkt — Mit der Inbetriebnahme der neuen Außenbahnsteige in Bindlach und dem Umzug des Fahrdienstleiters steht die Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Bayreuth und Neuenmarkt-Wirsberg kurz vor dem Abschluss.
Seit 2009 hatte die DB neue elektronische Stellwerke als Ersatz für die alten mechanischen Stellwerke in Trebgast (Jahrgang 1902), Harsdorf (1904) und Bindlach (1901) ersetzt.
Im Zuge der Erneuerung musste die gesamte Infrastruktur der Bahnstrecke - Gleisanlagen, Weichen und Signale - auf die neue Technik abgestimmt und an den heutigen Stand angepasst werden. Auch 19 Bahnübergänge wurden erneuert beziehungsweise aufgelassen. Mit der Technik der elektronischen Stellwerke ist auf der eingleisigen Strecke ein flexiblerer Zugverkehr durch schnellere Kreuzungen möglich.


Behindertengerecht

Zudem errichtete die DB in den Bahnhöfen Harsdorf und Bindlach je zwei neue Außenbahnsteige und in Trebgast einen behindertengerechten Mittelbahnsteig. Gesamtkosten: knapp 23 Millionen Euro.


Stellwerke ersetzt

Die Stellwerke in Trebgast und Harsdorf wurden 2012 durch neue Modulgebäude ersetzt. Die beiden elektronischen Stellwerke wurden bislang vom Fahrdienstleiter in Bindlach ferngesteuert. Mit dem Abschluss der Erneuerung der Bahnübergänge in Bindlach, Gemein und Ramsenthal kann dieser nun von Bayreuth aus die Strecke in Richtung Neuenmarkt-Wirsberg fernsteuern.
Mit der Erneuerung des Bahnübergangs Weiherweg in Trebgast sind die Modernisierungsarbeiten an der Strecke Bayreuth - Neuenmarkt-Wirsberg weitgehend abgeschlossen.
Die 20 Kilometer lange Strecke von Neuenmarkt-Wirsberg nach Bayreuth wurde am 28. November 1853 von der Königlich-Bayerischen Staatsbahn als eine der ersten Nebenstrecken der Ludwig-Süd-Nord-Bahn eröffnet. 1905 wurde die Strecke verstaatlicht. Aus dieser Zeit stammen auch die mechanischen Stellwerke. red