Im Landkreis werden in den kommenden Wochen Haushalte zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Diese Interviews führt das Institut für angewandte Sozialwissenschaft, Bonn, für die Studie "Mobilität in Deutschland" (MiD) durch, für die rund 135 000 Haushalte bundesweit befragt werden.
Die MiD stellt als größte Verkehrserhebung in Deutschland nicht nur bundesweit, sondern auch im Landkreis Lichtenfels eine wichtige Grundlage der Verkehrsplanung dar. Sie dient der Politik und Verwaltung dazu, eine Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmer zu planen, Steuergelder an den richtigen Stellen einzuplanen und auch in Zukunft ein optimales Mobilitätsangebot zu sichern. Die Auswahl der Haushalte für die Befragung erfolgt nach einem Zufallsverfahren.
Die Interviewer führen im ersten Schritt ein Haushaltsinterview durch. Danach werden alle Haushaltsmitglieder gebeten, an je einem Berichtstag ihre Wege zu erfassen. Die vom Bundesministerium initiierte Studie unterliegt den strengen Datenschutzbestimmungen für Umfrageforschung. Die Teilnahme ist freiwillig und die Angaben der Befragten werden ausschließlich anonymisiert genutzt. Auf der Webseite www.mobilitaet-in-deutschland.de sind vertiefende Informationen zur Studie zu finden.


Ergebnisse ab 2018

Die Befragung Mobilität in Deutschland (MiD) wurde bereits in den Jahren 2002 und 2008 erhoben. Aktuelle Ergebnisse werden ab 2018 zur Verfügung stehen. Die zentrale Aufgabe der Studie besteht darin, repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemografie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (z. B. Wege nach Zwecken und Verkehrsarten) für ein ganzes Jahr zu erhalten.
Nicht nur für die Verkehrsplanung, für Forschung und das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse sind Ergebnisse der Studie von Bedeutung, auch für konkrete politische Entscheidungen liefern sie die quantitativen Hintergrundinformationen. Die MiD-Studie stellt damit nicht nur bundesweit, sondern auch regional eine wichtige Grundlage der Verkehrsplanung dar. red