von unserem Redaktionsmitglied 
Johannes Höllein

Eicha — Zahlen lassen sich hin- und herschieben, doch am Ende steht eines fest: Die Einnahmen der Sportvereinigung schrumpfen von Jahr zu Jahr, genau wie der Spielraum für Investitionen. Wie der geschäftsführende Vorsitzende, Heinrich Fischer, bei der Hauptversammlung ausführte, sei der Verein deshalb gezwungen, die bereits vor rund einem Jahr angekündigte Beitragsanpassung in die Tat umzusetzen. "Seit wir 2010 das letzte Mal erhöht haben, haben sich allein die Passgebühren beim Bayerischen Fußballverband mehr als verdoppelt, während unsere Mitgliederzahl von 620 auf 504 gesunken ist, von Strom- und Heizkosten ganz zu schweigen", erklärte Fischer.
Diese hohen Kosten seien auch durch gut besuchte Veranstaltungen (Kirchweih, Theater) nicht zu deckeln. Dazu müssten wichtige Investitionen wie die Sanierung der Duschräume hinten anstehen. Aufgrund dessen schlug Fischer eine moderate Anhebung der Beiträge um 50 Cent pro Monat vor, also sechs Euro pro Mitglied und Jahr. Die 55 Anwesenden im Sportheim sahen offenbar auch keine andere Möglichkeit, der Kostenentwicklung zu begegnen, und fassten den einstimmigen Beschluss, Fischers Vorschlag zu folgen.

Leidiges Thema Freizeitzentrum

Trotz allem steht die Spvg Eicha finanziell auf sicheren Beinen. Wie Schatzmeisterin Annette Dürr ausführte, sei das Geschäftsjahr 2014 erfreulich verlaufen, was sich in der Tatsache widerspiegelte, dass nach ein paar Jahren Pause erstmals wieder Rücklagen gebildet werden konnten. Überhaupt habe man sich nach den Turbulenzen des Jahres 2013 insgesamt in ruhigen Fahrwassern bewegt, erklärte Fischer. Nicht zuletzt wegen der sportlichen Erfolge: So schafften die Fußballer nach dem Aufstieg den Klassenerhalt in der Bezirksliga, die Bayernliga-Damen kamen trotz Trainerwechsel bestens zurecht und die Zusammenarbeit mit der Spvg Ahorn im Jugendbereich trage Früchte.
Fast alles wäre bestens, gäbe es nicht das leidige Thema Freizeitzentrum, dessen geplante Sanierung seit anderthalb Jahren auf sich warten lässt. Vor allem die Eichaer Tennisabteilung leidet massiv unter den Zuständen und fühlt sich alleingelassen. "Wir pflegen unsere Plätze, aber das Umfeld verkommt. Leider gibt es keine Duschmöglichkeit mehr, was auch dazu führt, dass das Gesellige nach dem Sport zum Erliegen kommt", erklärte Abteilungsleiter Uwe Thein. Die Hilfsangebote von Seiten der Gemeinde bezeichnete Thein als "unbefriedigend".
Auf eine schnelle Lösung in Sachen Freizeitzentrum hoffen auch die "Trächer" Laienspieler um Stefan Franz. Das Ausweichen ins Sportheim für zwei Spielzeiten sei in Ordnung gewesen. Doch es sei sehr schwierig, ein passendes Stück für die engen Räumlichkeiten zu finden. "Außerdem feiert die die Theatergruppe heuer ihr 30-jähriges Bestehen, und das würden wir natürlich gern auf der großen Bühne im Freizeitzentrum tun", sagte Franz.

Führungsriege bestätigt

Ob das der Fall sein wird, scheint fraglich, obwohl Vorsitzender (und stellvertretender Bürgermeister) Winfried Beyer versicherte, dass die Gemeinde mit Hochdruck an einer Lösung arbeite - diese aber im Gemeinderat derzeit noch nichtöffentlich besprochen werde. Diese doch recht vage Aussage nahmen die Mitglieder dem Vorsitzenden nicht krumm. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Beyer ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie die anderen Vorstandsmitglieder, Heinrich Fischer und Annette Dürr, sowie der zwölfköpfige Ausschuss, Beisitzer und Kassenprüfer.