Wie vielerorts hat auch die Stadt Kupferberg große Probleme mit Hundekot. Immer wieder gibt es Beschwerden, dass bestimmte Ecken verunreinigt werden, sagte Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW) zu Beginn einer regen Aussprache am Dienstagabend im Stadtrat. Die Zahl der angemeldeten Hunde bezifferte Kolenda auf rund 70. Zur Diskussion stand die Überlegung, zwei Kombibehälter (Stückpreis 448 Euro), die Tüten spenden und bei denen man den Abfall auch gleich wieder einwerfen kann, aufzustellen.
"Ich habe Bedenken, dass sich der Umstand dadurch ändert. Ich plädiere dafür, keine Kombibehälter anzuschaffen. Jeder Hundehalter hat die Möglichkeit, Beutel beim Gassigehen mitzunehmen und daheim zu entsorgen", sagte zweite Bürgermeisterin Doris Manz (CSU). Jeder Hundebesitzer sollte eventuell alternativ die Möglichkeit erhalten, Hundekot-Entsorgungsbeutel - ähnlich der gelben Säcke - kostenlos im Rathaus abzuholen und daheim über den Restmüll zu entsorgen. Das könnte in einem Brief allen Haltern mitgeteilt und einige erste Beutel beigefügt werden. Stadtrat Werner Stapf (UKW) teilte die Meinung seiner Ratskollegin.
Stadträtin Anke Emminger (SPD) sprach sich dafür aus, wegen der Verschmutzung durch Hundekot nochmals ein Schreiben an alle Hundebesitzer zu richten, dass sie dafür zu sorgen haben, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen. UWG-Stadtrat Harald Michel hielt es für nötig, in der Sache hohe Ordnungsstrafen bei Verstößen anzudrohen. Stadtrat Karl Schott (CSU) hielt eine generelle Erhöhung der Hundesteuer für überzogen, denn damit würden alle bestraft. Er ging mit dem Vorschlag Michels konform, Strafen festzusetzen, um den oder die zu erwischen, der/die sich nicht an die Entsorgungspflicht hält.
Letztendlich kam der Stadtrat einstimmig überein, zwei Kombibehälter aufzustellen. Standorte sollen an der Stadthalle sowie beim Besucherbergwerk/FC Fußballplatz sein.
Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW) gab am Dienstagabend die gute Nachricht weiter, dass die Bayerische Staatsregierung die Belange der Stadt mit einer weiteren Bedarfszuweisung von 220 000 Euro unterstützt. "Das ist für Kupferberg ein Segen und eine Entlastung für den Haushaltsplan", sagte Kolenda und bedankte sich dafür bei Finanzminister Markus Söder sowie allen, die dazu beigetragen haben. Das Stadtoberhaupt kündigte an, dass Kupferberg auch in den nächsten Jahren weiterhin Bedarfszuweisungen beantragen wird.
Der in der Septembersitzung verabschiedete Nachtragshaushaushalt der Stadt Kupferberg in Höhe von rund 90 000 Euro ist von der Aufsichtsbehörde, dem Landratsamt Kulmbach, genehmigt worden, gab Bürgermeister Kolenda den Gremiumsmitglieder bekannt.
Keine Einwände hatte der Kupferberger Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend zum Bauantrag von Eva-Maria und Patrick Rosa, die auf dem Grundstück Schachtgasse 12 ein Einfamilienwohnhaus mit Garage errichten wollen. Gleichzeitig erteilte das Ratsgremium auch sein Einvernehmen zur Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "An der Dörnhofer Straße". Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW) freute sich, dass der Vorsitzende des Vereins der Musikfreunde in Kupferberg ein Haus baut.
Nicole Reimann-Nikol bat darum, dass die Stadt Kupferberg am Ende der Ortsstraße "Am Sonnenhang" aus Sicherheitsgründen eine zusätzliche Straßenlampe aufstellt. Der Stadtrat nahm dies am Dienstag zur Kenntnis und beauftragte den Bauausschuss, bei einem Ortstermin die Notwendigkeit zu prüfen. Zudem ist als Entscheidungsgrundlage für das Ratsgremium ein Kostenangebot bei der Firma Bayernwerk in Kulmbach einzuholen.
Kenntnis nahm der Stadtrat vom Entwurf der Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP-E). Im Rahmen dieses neuen LEP-E sollen zudem Teilräume mit besonderem Handlungsbedarf ausgewiesen werden. Einstimmig beantragte das Stadtratsgremium die Aufnahme in den Teilraum mit besonderem Handlungsbedarf durch den Regionalen Planungsverband Oberfranken-Ost.