von unserer Mitarbeiterin 
Sabine Weinbeer

Haßfurt — Internationale Wirtschaft, Fachlehrer, Mechatroniker - das sind die beruflichen Ziele von Cheyenne Schnaus, Kevin Seidlitz und Florian Halpfer, die am Donnerstagabend in Haßfurt ihre Abschlusszeugnisse an der Dr. Auguste-Kirchner-Realschule entgegennahmen. Unsere Zeitung unterhielt sich mit ihnen über die Schulzeit und die Zukunft.
Sie wissen ganz genau, was sie wollen und wie sie dahin kommen. Die drei 16-Jährigen haben sich fundiert informiert über die Berufe, die sie anstreben.
Cheyenne lebt in Haßfurt und hat sich nach der Grundschule für den sprachlichen Zweig der Realschule entschieden. Die Französisch-Kenntnisse neben Englisch ermöglichen ihr den Besuch der Fachoberschule in der Fachrichtung internationale Wirtschaft. Dort kommt dann noch Spanisch dazu. Cheyenne hatte zunächst überlegt, auf das Gymnasium zu gehen oder auf eine Sprachschule, dann erfuhr sie vom Schulversuch an der Fachoberschule in Bamberg - eigentlich maßgeschneidert für sie.
Noch mehr Fremdsprachen, das war für Kevin ein Grund, in der sechsten Klasse das Gymnasium doch wieder zu verlassen. "Und ich war auch ein bisschen faul", gesteht der Knetzgauer im Gespräch unumwunden ein. Das hat sich aber in den höheren Klassen der Realschule geändert, obwohl er immer Zeit für ein Hobby behielt: Er ist Fußball-Schiedsrichter für den TSV Knetzgau und pfeift Herren-Mannschaften bis zur A-Klasse.
Das gleiche Hobby hat Florian Halpfer, er pfeift für den FSV Krum. Er tritt beruflich in die Fußstapfen seines Bruders und macht eine Ausbildung als Mechatroniker bei Bosch in Bamberg. Durch den Bruder und den Familien-Besuchstag hatte der junge Zeiler sehr realistische Einblicke in das Berufsbild, die Mathematik- und Physiknoten, die für diesen Beruf wichtig sind, "waren nie ein Problem".
Ein bisschen umfangreicher war die Berufsrecherche für Cheyenne. Sie hat mehrere Schulen am Tag der offenen Tür besucht, im Internet recherchiert. Kevin fragte die Lehrer direkt, was sie davon halten, wenn er Realschullehrer für naturwissenschaftliche Fächer werden möchte. Zunächst hatte er überlegt, Fachlehrer zu werden, "aber der Stoff ist weitgehend der gleiche", stellte er fest. Alle drei sehen die Schulzeit als sehr angenehm, die Jungs nahmen sich Zeit für ihre Hobbys, Cheyenne hat sich stark auf die Schule konzentriert, aber durchaus auch ihre Freizeit genossen. Die Lehrer "waren so weit alle bestens", grinsen die Absolventen. Von ihren Mitschülern wissen sie, dass die meisten einen Ausbildungsvertrag haben.