21. Juni, 9 Uhr: Dieses Datum ist bereits seit langer Zeit beim Vespa Club Ebermannstadt und seinen Mitgliedern um Georg Riedel fest verplant. Dann starten die fünf Vespa-Enthusiasten zu den Vespa-World-Days nach Celle in Niedersachsen. "So ein Ereignis darf man sich als Vespa-Liebhaber nicht entgehen lassen", erklärt Georg Riedel. Dort trifft man Leidenschaftsgenossen, sympathische Menschen und schließt auch neue Freundschaften.
Vom 22. bis 25. Juni vertritt der Club die Stadt Ebermannstadt auf den Vespa-World-Days 2017, wo rund 5000 Vespa-Liebhaber aus über 30 Nationen zusammenkommen. Auf ihren Beinschild-Bannern tragen sie neben ihrem Logo und ihrem internationalen Namen auch das Ebermannstadter Wappen, sowie die GPS-Daten der mittlerweile 1036-jährigen Wiesent-stadt, um ihre Heimatverbundenheit zu symbolisieren.
Zusammen mit den anderen Besuchern können sie dann die Leidenschaft zu den Vespi teilen. Denn: Seit 1946 die erste Vespa in Italien zusammengeschraubt wurde, entwickelte sich ein regelrechter Kult um das Gefährt, das auf einer Stufe mit der bekannten "Harley" steht. "Wenn man an einen Roller denkt, hat man immer nur das Bild einer Vespa vor Augen. Außerdem sind die wesentlich ästhetischer, als die Modelle anderer Hersteller. Zum Original gibt es absolut keine Alternative", meint der 47-jährige Georg Riedel. So fühlen sich die Ebermannstadter "Skull-Scooters" mit der Tradition des Gefährts verbunden.
Seit nunmehr sieben Jahren sind Swen Gerwien, Gerd Baumann, Matthias Ottis, Oliver Schirrmacher und Georg Riedel als eingetragener Club zusammen und auf verschiedensten Ausfahrten gemeinsam unterwegs. Im wahren Leben sind sie Busfahrer, Fließenleger, Einsatzleiter oder Produktmanager. Gemeinsam ist ihnen die Liebe zu den Kultgefährten. Sowohl die "Vespa-Alp-Days" als auch der "Großglockner" musste sich ihnen und ihren "Wespen" bereits beugen.
Das nächste Ziel sind nun die World Days. "Wir sind sehr glücklich, dass wir teilnehmen können, denn als Otto-Normal Vespa-Liebhaber hat man gar keinen Zugang zu diesem Event. Man muss schon ein eingetragener Vespa-Club sein. Daher wird das auch unsere erste Teilnahme an den World Days überhaupt", freuten sich die fünf.


23 PS und Sportauspuff

"Zurücklegen werden wir die gesamte Strecke auf unseren Rollern. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Zumal wir alle die leistungsstärkste Version des Rollers, die Granturismo (GTS 300) mit 23 PS besitzen", betonen die Jungs. Mit wieviel Begeisterung die Vespa-Truppe bei der Sache ist, lässt sich auch mit Zahlen belegen. Seit der Gründung der "Skull-Scooters" haben sie zusammen mit ihren zurückgelegten Kilometern bereits einmal die Erde umkreist.
Neben der obligatorischen Anschaffung haben natürlich auch zahlreiche Erweiterungen den Weg an oder in die Roller gefunden. "Selbstverständlich individualisieren wir unsere Gefährte. Ein Roller muss ja auch den persönlichen Geschmack wiederspiegeln", findet Georg Riedel. Dazu kommen technische Anpassungen und selbstverständlich ein Sportauspuff. "Alles eingetragen und vom TÜV abgesegnet." Schließlich wollen die Jungs sich den Wind um die Nase wehen lassen und die Freiheit der Straße genießen und nicht nonstop schrauben und unter der Ölwanne liegen.