Krumbach — "Mit neun Jahren sind wir schon Eicher gefahren und haben, anstatt Fahrrad zu fahren, damit auf den Feldern unserer Eltern gearbeitet und es hat großen Spaß gemacht". Andreas Vogler nutzte die Gelegenheit, beim Eicher-Treffen in Krumbach Kindheitserinnerungen aufzufrischen. Vogler, der natürlich mit seinem eigenen Eicher-Traktor teilnahm, ist voll überzeugt von den Oldtimern, wie der Aufdruck auf seinem T-shirt verriet: "Eicher war gut - Eicher ist gut - Eicher bleibt gut", war da zu lesen.
Was die 40 Mitglieder der Eicherfreunde Krumbach mit dem Treffen auf die Beine gestellt hatten, konnte sich mehr als sehen lassen. Denn rund 100 Traktoren aus den 50er und 60er Jahren (nicht nur der Marke Eicher, die gibt es inzwischen nicht mehr) weckten bei den vielen Besuchern Erinnerungen an längst vergangene Tage. In Reih und Glied waren die Traktoren, die aus ganz Oberfranken in den kleinen Ort nahe Sesslach gekommen waren, und die alle von ihren Besitzern gehegt und gepflegt werden, auf der Festwiese aufgereiht und durften ausgiebig bestaunt werden. Dabei gewährten die Besitzer auch gern einen Blick unter die Motorhaube. Bei vielen durfte man sogar auf dem Fahrersitz Platz nehmen.
Teilnehmer Heinz Schindler aus Dietersdorf erzählte im Gespräch mit dem Tageblatt, wie viel Spaß er daran habe, an seinem alten Traktor zu basteln und überhaupt alte Traktoren wieder in den Originalzustand zu versetzen. Auch die "alte Technik" fasziniert den Schrauber. Er kam mit einem "Massey Ferguson", Baujahr 1962, zum Treffen, der auch noch im Einsatz ist.
Aber auch jüngere Generationen ließen sich von der Begeisterung für die Eicher Traktoren - die letzten wurden in den 80er Jahren hergestellt - anstecken. Eric Pytte zum Beispiel. Er mag vor allem den "Sound" des Eicher Motors beim Gasgeben. mst