Herzogenaurach — Besser hätte das Jahr für Basketballerinnen der TS Herzogenaurach in der Regionalliga nicht beginnen können: Zwei Siege gab es aus den ersten beiden Spielen. Klar, dass die Mini-Serie auch heute beim Tabellenfünften TSV 1861 Nördlingen fortgesetzt werden soll (18.30 Uhr).

TSV 1861 Nördlingen -
TS Herzogenaurach

Erneut ist eine extrem schwere Aufgabe zu erwarten, denn das Team des TSV ist die zweite Mannschaft des Bundesligisten TH Wohnbau Angels Nördlingen. Entsprechend rekrutiert sich die Truppe der Gastgeberinnen aus vielen jungen Spielerinnen, die schon in der ersten Liga aktiv sind. Da die Nördlinger Erstliga-Damen erst am Sonntag spielen, ist ein Einsatz von gleich sechs talentierten Nachwuchs-Spielerinnen nicht unwahrscheinlich. So könnten es die Shorthorns unter anderem mit der Junioren-Nationalspielerin Fanny Szittya zu tun bekommen (8,5 Punkte pro Spiel).
Ein Wiedersehen dürfte es zudem mit einer alten Bekannten geben. Laura Geiselsöder (11,2) war in der Saion 2012/13 wichtiger Bestandteil der Shorthorns-Meistermannschaft. Unterstützt werden die jungen Spielerinnen von erfahrenen Kräften wie Daniela Recht (11,3) oder Anett Sredl (5,0). Einen weiteren wichtigen Beitrag leisten Veronika Meyer (8,4) und Centerin Nekane Höncher (11,6), die von der Dreierlinie besonders effektiv sind. Aufpassen müssen die Herzogenauracherinnen auch auf Luisa Geiselsöder. Im Hinspiel überzeugte die jüngere, aber größere, Schwester von Laura mit starken 21 Punkten und war von den TSH-Damen fast nicht in den Griff zu kriegen. "Gerade auf den großen Position ist Nördlingen stark besetzt. Das nutzen sie auch immer wieder geschickt aus. Viele Punkte kommen also in Korbnähe zustande", sagt TSH-Trainer Christian Braun, der personell jedoch umplanen muss. Denn die sich zuletzt immer besser einspielende Besetzung wird definitiv auseinandergerissen. Mit Laurine Carret, Regine Brox und Konelija Klisanic fallen Stammkräfte aus, die Nördlingen auch von der Größe her Paroli bieten könnten.

Mit Engagement und Struktur

Außerdem stehen einige Aufbau- und Flügelspielerinnen nicht zur Verfügung. Laura Angerstein und die zuletzt überragende Raluca Chioran (Studium) fehlen ebenso wie Kerstin Wägner und Janina Leipner (private Gründe). "Wir spielen mit den Spielerinnen, die da sind. Wir trainieren gut, und wenn wir nicht komplett antreten, ist das immer eine Chance zu beweisen, dass auch der zweite Anzug sitzt", sagt Braun. Co-Trainer Felix Hoffmann möchte an die zweite Halbzeit der Partie gegen Dresden anknüpfen: "Wir müssen mit viel Engagement und Struktur verteidigen. Durch hohes Tempo können wir unsere Größennachteile sicherlich am besten kompensieren." cb
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