Ebensfeld — Im vergangenen Jahr hatte die Theatergruppe Ebensfeld noch Besetzungsprobleme. Die Suche nach einem Bühnenstandort hat gedauert. Aber jetzt steht die Truppe kurz vor der Premiere ihres neuen Lustspiels "Lametta". Am Freitag, 3. Oktober, um 19.30 Uhr wird Fitzgerald Kusz‘ neuestes Stück uraufgeführt. Die Darsteller haben noch Lampenfieber - aber das gehört bekanntlich dazu.
Martin Zellmann hat seine Halle für die sechs Aufführungen zur Verfügung gestellt. Die drei "Bühnentechniker" Thomas Lämmlein, Stephan Klinke und Jürgen Klitzner haben innerhalb kürzester Frist eine geeignete Bühne gebaut.
Die Weihnachtskomödie "Lametta" erhielt von einem Kritiker den Untertitel: "Wie eine Patchwork-Familie Weihnachten zum Einsturz bringt". Das Theaterstück zeigt aber Szenen, die auch in "normalen" Familien an Weihnachten vorkommen können.
Schauplatz des Stückes ist die Wohnung des Sparkassenfilialeiters Werner (gespielt von Hermann Zeis). Babs (Anette Klinke/Silvia Klitzner), seine neue Freundin, ist frisch bei ihm eingezogen und freut sich auf einen wunderschönen Heiligen Abend zu zweit. Was sie aber nicht weiß: Werner hat noch andere Gäste eingeladen: Nämlich seine Mutter (Gabi Wunder), seinen Sohn Sebastian (Fabian Leppert) und seine Ex-Frau Rosy (Theresia Kraus-Lämmlein). "Mutter kommt nur, wenn die Rosy kommt", lautet Werners Begründung.

Eine katastrophale Wendung

Überraschend kommt auch noch anderer Besuch, der die Situtaion nicht leichter macht: Babs‘ Ex-Mann Lutz (Norbert Dietz), ein schillernder Promi-Anwalt, steht volltrunken vor der Haustür und stolpert ins Wohnzimmer. Dann tauchen noch unerwartet zwei Frauen auf: Nora (Laura Klitzner), die Tochter von Lutz und seine neue Frau Natascha (Conny Lurtz), eine ehemalige Miss Franken.
Der friedlich geplante Weihnachtsabend erfährt eine katastrophale Wendung. Alkohol, unterschwellige Familienkonflikte, Beziehungsprobleme und erotische Spannungen sorgen für eine sprühende Situationskomik, wie die Macher des Stücks mitteilten. Die Figuren des Stückes seien normale Menschen. Zwar voller Macken, aber nicht unsympathisch, weil sie auch dem realen Leben entstammen könnten.
Wer wissen will, wie man (vielleicht) eine Katastrophe am Heiligen Abend verhindern kann und sich dabei gut amüsieren will, sollte eine Aufführung der Theatergruppe nicht versäumen.Für das leibliche Wohl wird gesorgt. red