Coburg — Die Coburger Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen sucht auf Anfrage eines Betroffenen, der an einer Zwangserkrankung leidet, weitere Betroffene, die an einem Austausch interessiert sind. Zwangsgedanken und Zwangshandlungen können das Leben der Betroffenen völlig lähmen oder ersticken. Von Angstgefühlen getrieben sieht sich der Betroffene gezwungen, übertriebene Gedanken zu denken oder unsinnige Handlungen auszuführen. So kommt es zu endlosen und zeitaufreibenden Kontrollen, etwa ob die elektrischen Geräte in der Wohnung ausgeschaltet sind oder Türen und Fenster verschlossen sind.
Nicht-Betroffene können schwer verstehen, wie sich Menschen mit Zwängen fühlen. Die Zwangserkrankung beeinflusst alle Bereiche des Lebens wie Familie und Freundeskreis, Arbeitsstelle und Freizeit. Deshalb suchen Betroffene den Austausch unter Gleichgesinnten, um zu erfahren, dass sie nicht allein sind mit dieser Erkrankung und wie andere ihren Lebensalltag bewältigen.
Wer sich für diese Gruppe interessiert, kann sich direkt bei der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen melden, Telefon 09561/891576 oder per Mail an selbsthilfe@coburg.de. ct