Memmelsdorf — Er hätte vieles zu berichten gehabt, der Kapitän der Memmelsdorfer Bayernliga-Volleyballer. Über fehlende Trainingsbeteiligung, über eine zu lockere oder gar zu arrogante Einstellung, über mangelnde Konzentration, auch über eine zu schnelle 6:0-Führung im ersten Satz, die alles noch verstärkte. Aber Stefan Maier, der Kapitän des SC Memmelsdorf, wollte nach der bitteren Niederlage gegen den VfL Volkach über dies alles nicht mehr sprechen. Vielmehr hob er hervor, dass man nach anfänglichen Schwierigkeiten ins Spiel zurück gefunden habe und es sich wieder gezeigt hat, dass alle zwölf Spieler in der starken Bayernliga bestehen, ja ein Spiel sogar drehen können. Dies mache Hoffnung für die kommenden, nicht minder schweren Aufgaben.


Jakob und Werner stark

Doch der Reihe nach: Der später eingewechselte Zuspieler Leo Jakob musste die ersten beiden Sätze eine völlig unkonzentrierte Mannschaft sehen, die folgerichtig beide Sätze mit 21:25 Punkten verlor. Durch seine und die Einwechslung von Spielertrainer Michael Werner auf der Außen-Annahmeposition kam frischer Wind und eine neue Mentalität auf das Spielfeld, die sich sogleich im deutlichen Satzgewinn (25:20) niederschlug.
Mit neuem Selbstvertrauen war man nun auch geistig im Spiel angekommen: Es entwickelte sich ein sehenswerter vierter Satz mit spektakulären Ballwechseln. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Bei 24:22 hatten die Memmelsdorfer sogar zwei Satzbälle, wussten diese aber nicht zu verwerten und verloren am Ende den entscheidenden Durchgang mit 24:26. Das Spiel ging mit 1:3 Sätzen an die wacker aufspielenden Volkacher, die sich einen verdienten Sieg sicherten. Somit ist der SC Memmelsdorf gewarnt vor den kommenden Gegnern. Die Mannschaft muss wieder von Anfang an mit voller Konzentration und gesundem Selbstvertrauen spielen, dann ist in dieser Bayernliga alles möglich. Hierfür müssen aber die angesprochenen Dinge grundlegend geändert werden, sonst wird sich Kapitän Stefan Maier sicherlich keinen Maulkorb mehr verpassen. mw