von unserem Redaktionsmitglied 
Hartmut Neubauer

Ziegelerden — Nur ein Jahr hat der FSV Ziegelerden gebraucht, um den Abstieg in die A-Klasse zu "reparieren". Mit 85 von 90 möglichen Punkten wurde der sofortige Wiederaufstieg geschafft. Nach Lage der Dinge wird der FSV dann wieder in der Kreisklasse 2 Lichtenfels eingeteilt.
Nur eine Niederlage stand zu Buche (2:5 in Seibelsdorf), außerdem noch ein 2:2 beim ATSV Thonberg. Auch das Torverhältnis von 139:19 ist Ausdruck der deutlichen Überlegenheit der Ziegelerdener. Es hätte noch klarer ausfallen können, doch dreimal traten die Gegner nicht beim FSV an.
Für die Verantwortlichen kommt der Titel alles andere als überraschend. "Wir sind als klarer Favorit auf die Meisterschaft in die Saison gestartet, und auch unser erklärtes Ziel war der sofortige Wiederaufstieg", sagt sportlicher Leiter Thomas Angles. "Dass wir die Konkurrenz so deutlich hinter uns lassen würden, hatten wir allerdings nicht erwartet."
Obwohl die Ziegelerdener nach Abschluss der Vorrunde 14 der 15 Spiele gewonnen hatten (die Partie in Thonberg war ausgefallen), dauerte es doch etwas, bis sie sich von der Konkurrenz absetzen konnten. Und am Anfang taten sie sich auch mit der Favoritenrolle wiederholt schwer. Mit einem Vorsprung von acht Punkten ging es dann in die Winterpause. Und als sofort zum Wiederauftakt beim ärgsten Verfolger TSV Weißenbrunn II ein 2:0-Erfolg gelang, war die Meisterschaft praktisch entschieden.

Jeder Einzelne ist wichtig

Hauptgrund für den Erfolg ist nach Ansicht von Thomas Angles die individuelle Klasse vieler Spieler, die es aber auch verstanden hätten, als geschlossene Einheit aufzutreten. "Unser Trainer Christian Schramm hat immer jedem einzelnen das Gefühl vermittelt, wie wichtig er für das große Ganze ist", sagt er. Immerhin wurden im Laufe der Saison 24 Spieler eingesetzt.
Die Abwehr vor Torwart-Routinier Bernd Nestmann ließ nur ganze 19 Gegentore zu. Das ist ebenso klarer Bestwert wie die Anzahl der erzielten 133 Treffer (dreimal gab es Spielwertungen mit 2:0 Toren). Mit seinen sechs Treffern zum Abschluss in Höfles sicherte sich außerdem Dominik Schirmer mit 32 Toren die Torjägerkrone der A-Klasse 1.
Der sportliche Leiter bescheinigt der Mannschaft auch einen guten Charakter: "Was ich persönlich dieser Truppe ganz hoch anrechne, ist die Tatsache, dass wir gerade gegen schwächere Mannschaften, gegen die es nur um die Höhe des Sieges ging, niemals überheblich oder gar arrogant aufgetreten sind. Ich glaube, dass dies auch der Grund dafür ist, warum uns viele sympathisch finden."
In der Saison 2015/16 wird der FSV Ziegelerden jedoch nicht mehr von Christian Schramm betreut, den er hat aus beruflichen Gründen sein Traineramt zur Verfügung gestellt. Als Nachfolger steht bereits seit Ende Januar Andreas Löhnert fest, der bis zum Herbst 2013 beim TSV Steinberg im Amt war und seitdem pausierte.