Maßbach — Knapp 82 000 Euro betrug die Auftragssumme für den 1. Bauabschnitt der Landschaftsbauarbeiten an der neuen Kita in Poppenlauer. Die Schlussrechnung, die die beauftragte Firma vorlegte, lautete aber über fast 105 000 Euro. Die Mehrkosten von über 23 000 Euro hatten schon in der letzten Sitzung des Marktgemeinderates für Diskussionen gesorgt. In der jüngsten Sitzung erläuterte ein Vertreter des Landschaftsplanungsbüros Dietz und Partner die Rechnung nochmals. Er begründete die Mehrkosten unter anderem mit Mengenmehrungen, Witterungseinflüssen, Baugrundstabilisierungen, außerdem musste mehr Material als geplant ausgehoben und entsorgt werden. Der Marktgemeinderat stimmte den Mehrkosten schließlich zu. Bürgermeister Matthias Klement betonte, dass Mehrkosten in Zukunft grundsätzlich erst angemeldet und nach Freigabe durch den Marktgemeinderat oder den Bürgermeister ausgeführt werden dürften. Mehrkosten gab es auch bei der Reparatur von Gemeindestraßen.
Die Arbeiten waren für knapp 98 000 Euro vergeben worden, 108 000 Euro wurden es dann durch Massenmehrungen. Damit bleiben die Arbeiten immer noch unter dem Ansatz im Haushalt. Dort sind nämlich 130 000 Euro vorgesehen.
Der Marktgemeinderat stimmte einem Antrag des Motorradclubs "Hangmen" zur Errichtung einer behindertengerechten Auffahrrampe am gemeindeeigenen Anwesen am Perlengarten, das ihm als Clublokal dient, zu.

Knappe Abstimmung

Allerdings wurde längere Zeit darüber diskutiert. "Das sind doch alles junge Leute", hieß es da. Bürgermeister Klement antwortete: "Mittlerweile sind die nicht mehr so jung, es gibt auch Mitglieder im Rollstuhl." Die Abstimmung fiel denkbar knapp aus, neun Mitglieder des Marktgemeinderates waren dafür, acht dagegen. Die Auffahrrampe kostet laut Angebot etwa 3200 Euro. Acht Feuerwehrleute aus Poppenlauer und aus Weichtungen wurden für vierzigjährige aktive Zugehörigkeit zu ihrer Wehr geehrt. Der Freistaat Bayern finanziert ihnen als Dank für ihren Einsatz einen einwöchigen kostenlosen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain.

Partner können mit

Der Marktgemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme, dass sie in Zukunft auf Gemeindekosten ihre Lebenspartner oder Lebenspartnerinnen mitnehmen dürfen. Die Kosten dafür betragen pro Person derzeit etwa 260 Euro in der Woche. mdb