Der Landkreis Forchheim ist im Bereich der Ganztagsschulentwicklung führend. Das hat nicht zuletzt der 5. Bayerische Ganztagsschulkongress bestätigt, zu dem Mitte März über 300 Teilnehmer aus ganz Bayern nach Forchheim gekommen waren.
Dabei geht es den Forchheimer Initiatoren, zu denen unter anderem FOrsprung e.V. und das Bildungsbüro des Landkreises gehören, vor allem darum, die Entwicklung qualitativ guter Ganztagsschulen zu unterstützen und durch Vernetzung Erfahrungen nutzbar zu machen.
Im Rahmen dieser Entwicklung wurde auf Initiative der Diakonie Hiltpoltstein vor zwei Jahren die Akademie für Ganztagspädagogik gegründet (wir berichteten). Der Landkreis geht damit in Deutschland im Bereich der zertifizierten Fortbildung für pädagogische Fachkräfte in der Ganztagsschule innovative Wege. Das bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie die Stiftung Bildungspakt Bayern unterstützen diese Initiative.


Zertifikat von der IHK

Ziel der Akademie ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ganztagsschulbereich mit einem etwa einjährigen, berufsbegleitenden Lehrgang das notwendige Know-how zu vermitteln, das sie für ihre Arbeit in der Ganztagsschule benötigen.
Den Abschluss bildet eine Prüfung mit IHK-Zertifikat. In der zweiten Osterferienwoche fand nun mit großem Erfolg die erste Präsenzwoche statt, zu dem die Lehrgangsteilnehmer ins Schulzentrum Gräfenberg gekommen waren. Fortbildungsleiterin Heike Schütz zeigt sich hochzufrieden: "Die wohlwollende Atmosphäre, die Mitwirkung der zahlreichen fleißigen Unterstützer hier, das große Engagement sowohl der Fortbildungsteilnehmer als auch der Dozenten - es war eine richtig gute Woche!"
Während der fünf Seminartage wurden Fragen und Hintergründe der Schulorganisation und insbesondere der verschiedenen Formen der Ganztagsschule besprochen und in Beispielen mit den Teilnehmern diskutiert. Filmausschnitte öffneten den Blick und zeigten Situationen der Arbeit an Ganztagsschulen in Deutschland, aber auch im Ausland.
Pädagogische Grundprinzipen, Kommunikation und Gruppenführung sowie Freizeit- und Erlebnispädagogik standen auf dem Plan. red