Maßbach — Der Marktgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes für das Gebiet "Maßbacher Weg" in Poppenlauer abgeschlossen. Der ursprüngliche Plan stammt aus den Jahren 2001/2002, als das Bauen noch strenger reglementiert war und man auf Einheitlichkeit in Wohngebieten Wert legte. In Zukunft sollen Bauherren dort mit weit weniger Vorschriften bauen können.
Der Marktgemeinderat hatte bereits im Mai die Änderung des Bebauungsplanes beschlossen. Zwei gesetzlich vorgeschriebene Anhörungsverfahren der Behörden und "sonstiger Träger öffentlicher Belange" sowie von Bürgern folgten. Nun behandelte das Gremium die bei der zweiten Anhörung eingegangenen Stellungnahmen. Änderungen des Planes waren deshalb nicht nötig.
In der ersten Anhörungsrunde hatte sich auch das bayerische Landesamt für Denkmalpflege gemeldet, denn bei Arbeiten im Jahr 2000 waren Funde aus der römischen Kaiserzeit und aus der Latène-Zeit (ca. 450 v. Chr. bis Christi Geburt, benannt nach dem Ort La Tène am Neuenburgersee in der Schweiz) aus dem Boden geholt worden. Bauherren sind rechtlich verpflichtet, entsprechende Funde den Behörden zu melden, damit diese sie sichern können.
Der Wunsch nach alternativen Baukörperformen und individuellerer Gestaltungsfreiheit werde bei den Bauherren gemeindeübergreifend immer größer, hatte es schon in einer früheren Sitzungen geheißen. Aus diesen Gründen sollen jetzt auch Farbe, Form, Eindeckung oder Ausführung der Dächer nicht mehr festgesetzt werden.
Vier Häuser stehen in diesem Baugebiet bereits. Zwei Häuser sind geplant, sagte Bürgermeister Matthias Klement (CSU) auf Anfrage. Damit bleibt dann noch Platz für acht weitere Häuser. Die Bauplätze sind zum Teil privat, einige gehören der Marktgemeinde. mdb