Matthias Kihn, der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Rhön-Haßberge, bleibt weitere zwei Jahre im Amt. Beim Parteitag im Hammelburger Ortsteil Westheim (Kreis Bad Kissingen) wurde er fast einstimmig von den Delegierten aus 53 Ortsvereinen mit ihren fast 1300 Mitgliedern in den drei Kreisverbänden Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld wiedergewählt.
In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte der Lehrer aus Mellrichstadt an zahlreiche Aktivitäten und öffentliche Veranstaltungen. Mehrere Ortsvereine seien reaktiviert worden, erklärte er. Bei den Jungsozialisten sei ein Neustart gelungen. Auch die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen sei auf einem guten Weg ebenso wie die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen. Bei der größten Arbeitsgemeinschaft, der sehr aktiven AG "60 plus" (SPD-Senioren) , gab es laut Kihn einen Vorstandswechsel von August Werner (Augsfeld) zu Werner Thein (Maroldsweisach). Bei der Bundestagswahl 2017 und der Landtagswahl 2018 werde der Unterbezirk besonders gefordert, betonte er.
Die Schweinfurter Landtagsabgeordnete Kathi Petersen gab sich kämpferisch: Europa baue Mauern, um sich die Flüchtlinge vom Leib zu halten. Es gelte, die Fluchtursachen zu bekämpfen und in den Heimatländern Perspektiven für diese Leute zu entwickeln. Sie erinnerte daran, dass die 62 Reichsten dieser Welt die Hälfte des Vermögens besäßen. "Auch bei uns haben die reichsten zehn Prozent mehr als die Hälfte."
Die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar (Maßbach) forderte einen "neuen Solidarpakt für Deutschland und Europa und soziale und wirtschaftliche Investitionen für die solidarische Mitte". Die immer größer werdende Distanz zwischen der Bevölkerung und der Politik müsse abgebaut werden. Das Gefühl, dass auch die SPD den normalen Alltag der Menschen nicht mehr kennt, sei weit verbreitet. Die Rechtspopulisten versuchten, sich diesen weit verbreiteten Eindruck, wonach "die da oben uns nicht mehr verstehen", zunutze zu machen. "Wir wollen eine Gesellschaft mit mehr Freiheit, mehr Gerechtigkeit und mehr Solidarität bei uns, in Europa und weltweit", hob sie hervor. Sabine Dittmar betonte: "Wir sind die Schutzmacht der kleinen Leute, die Partei derjenigen, die hart arbeiten für die Werte unseres Landes."


Das Ergebnis der Neuwahl

Der neue Unterbezirksvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender ist Matthias Kihn, die Stellvertreter Jürgen Hennemann und Karen Pohle, Schriftführerin Caroline Holzinger, Kassier Bernd Bieber. Beisitzer sind: Lara Albert, Felicitas Delz, Sabine Dittmar, Susanne Kastner, Nicole Keupp, Martina Prieb, Rita Rösch, Maren Schmitt, Dieter Britz, Johann Giglhuber, Wilhelm Göbel, Steffen Hellmuth, Dennis Heuchler, Manfred Hoffmann, Helge Jacobsen, Thorsten Raschert, Robert Römmelt, Bernhard Ruß, Matthias Schmitt sowie Tobias Schneider, Alfred Schrenk, Wolfgang Speyer, Florian Wildenauer, Reinhard Willimski. Helmut Dietz vertritt den Kreisverband Haßberge im Unterbezirksvorstand und Paul Hümmer die Kreistagsfraktion Haßberge. Vertreter der Arbeitsgemeinschaften: Werner Thein (60 plus), Werner Strätz (Arbeitnehmerfragen), Felix Schwarz (Jungsozialisten), Johanna Bamberg-Reinwald (Frauen). bri