Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. In Bayern erkranken zunehmend auch Jugendliche und junge Erwachsene an der gefährlichen Infektionskrankheit. Eine Impfung schützt.
Allerdings sind gerade Jugendliche und Erwachsene oft nicht ausreichend geimpft. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege führt daher im Januar und Februar eine bayernweite Aufklärungskampagne zum Thema Masernimpfung für Erwachsene durch. Auch das Gesundheitsamt des Landkreises Erlangen-Höchstadt beteiligt sich an der verstärkten Impfaufklärung.
Die Kampagne "Masern - keine harmlose Kinderkrankheit" (www.schutz-impfung-jetzt.de) startete vor gut einer Woche, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Der preisgekrönte Spot zum Thema Masernimpfung für Erwachsene ist vier Wochen lang im Internet, bayernweit auf Bildschirmen in Bahnhöfen des Fern- und Nahverkehrs und Einkaufszentren, im Fernsehen sowie in München in der U-Bahn und in der Tram zu sehen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betont: "Masern sind eine hochansteckende Krankheit, die auch bei Erwachsenen einen sehr schweren Verlauf nehmen kann. In vielen Fällen ist sogar ein Krankenhausaufenthalt nötig. Es kann zu gravierenden gesundheitlichen Spätfolgen kommen. Nur wer geimpft ist, schützt sich und andere."


Impfschutz überprüfen

Die Impfung schützt vor Masern und möglichen Komplikationen. Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, sollten dringend ihren Masernimpfschutz überprüfen lassen: Wenn sie gar nicht oder nur einmal im Kindesalter geimpft wurden, sollten sie die Impfung nachholen, rät das Gesundheitsamt. Das gleiche gilt bei unbekanntem Impfstatus, zum Beispiel wenn der Impfausweis nicht mehr aufzufinden ist.
Eine Impfung verhindert auch die Verbreitung des Virus und damit die Ansteckung. Dies ist besonders wichtig für den Schutz von Säuglingen, die zu jung für die Impfung sind und schwere Komplikationen bei einer Masernerkrankung erleiden können.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Kinder ab elf Monaten eine zweimalige Kombi-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln, bei früherem Kita-Besuch bereits ab neun Monaten. Eine individuelle Beratung kann zum Beispiel beim Haus- oder Kinderarzt erfolgen.
Auch das Gesundheitsamt Erlangen-Höchstadt berät während der Kampagne verstärkt zur Masernimpfung sowie zu weiteren Impffragen. Wer sichergehen möchte, ausreichend geimpft zu sein, kann seinen Impfpass im Gesundheitsamt in der Impfsprechstunde überprüfen lassen.