von unserem Mitarbeiter Klaus-Peter Wulf

Unterzaubach — Im Landkreis Kulmbach sind künftig zwei neue Notfallseelsorger tätig. Beim Jahresabschlusstreffen der Feuerwehrführungskräfte im Gasthof Frankenwald wurden die Pfarrer Siegfried Welsch aus Presseck und Martin Fleischmann aus Guttenberg als "Fachberater Seelsorge", wie es offiziell heißt, willkommen geheißen.
Landrat Klaus Peter Söllner blickte auf die große Zahl von 119 Feuerwehren im Landkreis mit 3800 Aktiven, davon 450 Frauen. 580 Frauen und Männer seien Atemschutzgeräteträger. Rund 300 junge Menschen, davon hundert weibliche, stünden als Feuerwehranwärter in der Ausbildung. "Die Ausrüstung unserer Feuerwehren hat ein hohes Niveau, auch der Ausbildungsstand ist sehr gut und die Bereitschaft zur fortwährenden Weiterbildung beachtlich", lobte Söllner.


"210 000 Euro investiert"

Die Renovierung und Modernisierung des kreiseigenen Atemschutzzentrums ließ sich der Landkreis 210 000 Euro kosten und beteiligte sich an der Drehleiter der Stadt Kulmbach mit 25 000 Euro, berichtete der Landrat weiter. Für den Digitalfunk sei Jan Passing aus Mainleus zum Kreisbrandmeister auf Zeit bestellt worden. Er solle als Verbindungsmann zur Taktisch/Technischen Betriebsstelle (TTB) fungieren. Die Schulung mit digitalen Handfunkgeräten und Fahrzeugfunk werde heuer noch abgeschlossen. Im September habe in Gefrees eine große Testveranstaltung für den gesamten ILS-Bereich stattgefunden, die sehr positiv bewertet worden sei. In den Feuerwehr-Aktionswochen sei neben verschiedenen Übungen der Feuerwehren im gesamten Landkreis auch eine Großübung im Steinachtal durchgeführt worden, die mit schwierigen langen Wasserförderstrecken und Anhöhen zufriedenstellend gemeistert worden sei. Das Motto der Aktionswoche 2015 lautete "Frauen zur Feuerwehr". Unter den landkreisweit 450 Feuerwehrfrauen seien auch drei erste und sechs stellvertretende Kommandantinnen zu finden.
Bedauert wurde von Söllner, dass heuer mit Zultenberg und Wüstendorf wieder zwei Löschgruppen aufgelöst wurden.
"Von größeren Schadensereignissen sind wir im Landkreis Kulmbach bis auf den Unglücksfall im Freibad Kulmbach und den Großbrand des Paul-Gerhardt-Kindergartens in Kulmbach verschont geblieben", schloss Söllner.