Gundersreuth — Bei der Bürgerversammlung für die Einwohner von Appenberg, Gundersreuth, Neuenreuth und Proß in der Gastwirtschaft Schröder bezeichnete Bürgermeister Dieter Adam (FW) die Infrastruktur des Marktes Mainleus als zukunftsfähig: "Dafür haben wir in den letzten Jahren Einiges getan, insbesondere im Bereich Wasser und Abwasser", sagte er. Zwar sei der Zweckverband Peestener Gruppe aufgelöst worden und habe man sich dem Markt Kasendorf und damit der Fernwasserversorgung Oberfranken angeschlossen, es seien dafür aber wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend gewesen. Die Wasserversorgung sei eine der wichtigsten Aufgaben einer Gemeinde, wobei jährlich hohe Fixkosten durch den Unterhalt anfallen. Adam nannte hier unter anderem den Austausch der Wasseruhren oder Schieber, von denen jährlich etwa 100 bis 200 Stück ausgetauscht werden müssten. Trotz hoher Kosten sei der Wasserpreis in den vergangenen Jahren aber konstant geblieben, betonte Adam.
Die Entwicklung des Marktes bewertete er als positiv, lediglich der Rückgang der Einwohnerzahlen trotz Ausweisung neuer Wohngebiete bereite ihm ein bisschen Sorge. Allerdings keime etwas Hoffnung auf, denn die Geburtenzahl sei von bislang etwa 40 im Jahr 2014 auf 57 angestiegen. Erfreulicherweise seien auch die Beschäftigtenzahlen leicht gestiegen.
Stolz zeigte sich der Bürgermeister darauf, dass die Gemeinde mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 222 Euro den drittniedrigsten Schuldenstand im Landkreis aufweise.

Sechs Millionen werden investiert

Zahlreiche infrastrukturelle Maßnahmen mit einem Gesamtaufwand von etwa sechs Millionen sind laut Adam in den nächsten Jahren geplant. Er geht davon aus, dass in etwa einem Jahr alle Ortsteile mit schnellem Internet versorgt sind. Bei der geplanten Nutzung des Hornschuch-Areals für Wohn- und Gewerbezwecke gebe es Fortschritte. Dabei sollen Förderprogramme genutzt werden.
Nachdem von den Bürgern keine Fragen gestellt wurden, versuchte Adam diese etwas aus der Reserve zu locken, indem er feststellte, dass man "vor der Übermacht der Kommunalpolitiker keine Scheu haben" sollte. Es könne jeder sagen, welche Probleme in den Ortschaften bestehen. Albert Pfaffenberger meinte daraufhin, es sei schön, dass der Markt Wohnungen baut, aber wie schaue es mit Arbeitsplätzen in Mainleus aus?
Der Bürgermeister bestätigte, dass die von Pfaffenberger in diesem Zusammenhang angesprochene Nachbargemeinde Kasendorf zwar mehr Arbeitsplätze habe, aber keine infrastrukturellen Einrichtungen wie Supermärkte.
Klaus Hereth erkundigte sich nach dem Feuerwehrfahrzeug. Adam sagte, dass der Gemeinderat nochmals in dieser Angelegenheit beraten hat und das bei den Haushaltsberatungen mit einbeziehen werde.